Wie Kopf und Po zusammen finden

Posted by on 2. Februar 2014
Kindergruppe bringt „Das Märchen von den Porinden“ auf die 3K-Bühne

Von Iris Henning

Mühlhausen. Sie heißen Posonja und Popost, Porator und Porind. Sie und die weiteren Po-Menschen auf der Bühne sehen recht merkwürdig aus, denn sie sind mit einem Riesenpo ausgestattet. Sie sind die Porinden und wohnen in Po-City. Ihre Zeit verbringen sie am liebsten ganz ohne Stress in weichen Sesseln oder auf Ruhebänken. Denn ihr eigentlicher Lebenssinn besteht darin, sich ihr Leben so gemütlich-pomütlich zu gestalten wie es eben mit bestmöglicher Langsamkeit möglich ist. Hauptsache, die Popos werden dabei schön dick und rund. Denn auf ihre pompösen Hinterteile sind die Alteingesessenen mächtig stolz. Diese mächtigen Rundungen sind schließlich ihre Denk-Zentralen. Und so wundert es nicht, dass sich in Po-City alles um das Wohlergehen des Allerwertesten geht. Leider vernachlässigen die Porinden darüber die Ordnung in ihrer kleinen Stadt.

Eines Tages stoßen Fremdlinge mit erstaunlich großen Köpfen zu ihnen, die so ganz anders sind. Sie stellen sich als Kanosch und Korynna, Karo und Kaya vor und wollen in Po-City bleiben. Sie sind die Korinden und genau das Gegenteil der Porinden: Sie besitzen Kopf-Verstand und lieben es, wenn alles ein bisschen schneller geht. So beginnen sie auch schon bald, das Leben der Porinden verändern zu wollen. Da haben sie die Rechnung ohne die Po-Menschen gemacht, die an nichts anderes als an ihren Po denken können und denen ihre Pomütlichkeit heilig ist. Doch letztlich geben sie den unermüdlichen Forderungen der Zugezogenen nach und verändern die Po-Schule in eine Po-Ko-Schule. Dabei lernen Po und Kopf voneinander und zueinander. Die einen, dass ein bisschen Bewegung weder ihnen noch ihren mächtigen Popos etwas schadet. Im Gegenteil: Bewegung macht Spaß. Auch die Korinden sammeln ihre Erfahrung: Dann und wann ein Stück Gemütlichkeit kann auch nichts schaden, um ein wenig Ruhe zu finden.

„Das Märchen von den Porinden“nach der Geschichte von Klaus Möckel ist die neue Inszenierung der Kindertheatergruppe der 3K-Theaterwerkstatt. Mit viel Spaß und Lust am Improvisieren entwickeln die zwölf Mädchen und Jungen zwischen sieben und 12 Jahren gute 45 Minuten lang ein frisch-fröhliches Spiel auf der Bühne. Diese mittlerweile 87. Inszenierung der Theaterwerkstatt ist zugleich der Einstand der neuen Theaterpädagogin Anna Elisa Müller als Spielleiterin.

Premiere hat „Das Märchen von den Porinden“ innerhalb der Reihe „Theater-Tee“ am kommenden Sonntag, 2. Februar, 16 Uhr, in der 3K-Spielstätte Kilianikirche. Die nächste Aufführung steht für Sonntag, 9. Februar, ebenfalls um 16 Uhr auf dem Spielplan. Karten für die Aufführungen, die amüsante Familientheaternachmittage versprichen, können reserviert werden unter (03601) 440937.

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