Erdiger Charakter mit grafischen Spuren

Posted by on 21. März 2013

Mühlhäuser Keramikern Marion Walther stellt im Eichsfelder Heimatmuseum aus

 

Heiligenstadt. „Ich breche einen Tonbatzen auf, sehe die Risse und Strukturen, die Überdehnungen der Tonteilchen. Ich spüre die Nachgiebigkeit des Materials und ich lasse mich gern inspirieren von bluesig-melancholischen Balladen.“ So etwa antwortet die Keramikern Marion Walther, wenn man sie bittet, etwas über ihre Arbeiten zu sagen.

Wie sich der Ton unter ihren Händen formt, zeigt die überregional bekannte Künstlerin seit gestern in der Sonderausstellung „Wandlungen“ im Eichsfelder Heimatmuseum in Heiligenstadt.

Marion Walther (8)

Marion Walther, die auch Mitbegründerin der Künstlervereinigung „Kunstwestthüringer“ ist, stellt derzeit in Heiligenstadt aus. Foto: Iris Henning

In ihren keramisch-plastischen Arbeiten sucht Marion Walther weniger das geschlossen harmonisch Vollendete, sondern eher das Fragmentarische. Dem Werkstoff Ton lässt sei seinen typisch erdigen Charakter. Mit grafischen Strukturen macht sie ihre Werke zu geheimnisvollen archaischen Botschaftern.

Ergänzt werden die keramischen Arbeiten durch Grafiken. Besonders in den letzten Jahren hat Marion Walther auch mit ihren Grafiken neue Schwerpunkte in ihrer Arbeit gesetzt. Ihre Grafiken erhalten vor allem durch die porträthaften Figurationen, ergänzt durch angedeutete Schriftzüge, eigenwillige Aussagekraft.

Die Ausstellung „Wandlungen“ im Eichsfelder Heimatmuseum ist bis zum 28. April zu sehen. ih

 

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