Das besondere Geschenk

Posted by on 14. Februar 2013

Die Kulturbund Swingers setzen mit ihren Konzerten klangvolle Akzente in der Region. Der Mann an der Gitarre ist Christian Montag aus Mühlhausen

Von Iris Henning

Landkreis. Musik setzt klangvolle Farbtupfer. Besonderer Tupfer in einer Region ist die Musik, die in der Region selbst gestaltet wird. Im Unstrut-Hainich-Kreis zum Beispiel durch die Gruppe „Kulturbund Swingers“. Die befindet sich jetzt in ihrem „verflixtes siebentes Jahr“. Wie durch Zufall fanden sich die Musikschaffenden im Januar 2006 zusammen – und verstanden sich auf Anhieb. Einer von ihnen ist Christian Montag. Der Mühlhäuser EDV-Systemberater ist vom ersten gemeinsamen Lied der Kulturbund Swingers der Mann an der Gitarre.

Die Liebe zu diesem Instrument fand er als 12-Jähriger unter dem Weihnachtsbaum. Seine Eltern bescherten ihm mit einer damals nur sehr schwer aufzutreibenden Gitarre eine großes Glück. Alsbald gab es auch Musikunterricht. „Bei einer freundlichen alten Dame in Eisenach“, erinnert sich der heute 52-Jährige. Wenn der Unterricht auch Freude bereitet habe, hätte er dennoch Pop- und Rockmusik vermisst. Die alte Dame lehrte leider nur ausschließlich klassische Gitarre.

Kulturbund-Swingers (6)

Der EDV-Systemberater Christian Montag würde gern einmal im Palas der Wartburg auftreten. Foto: Iris Henning

Er holte nach, was ihm ein Versäumnis schien und übte zusätzlich, was er am liebsten spielen wollte: Rock, Blues und Jazz. Vorbilder dafür sind ihm Eric Clapton (Bues, Rock), Antony Wilson (Jazzgitarre bei Diana Krall) und Thomas Fellow, Professor für Akustische Gitarre an der Hochschule für Musik „Carl Maria von Weber“ in Dresden. An sie denkt er auch oft, wenn er täglich zur Gitarre greift, um in Übung zu bleiben. Dann lebt er manchmal den Traum, den wohl alle Gitarristen gern für sich leben, wenn sie üben: Er spielt ein eigenes tolles Gitarren-Solo.

Fragt man Christian Montag, welche Titel er heute am liebsten spielt, nennt er „Take the A-Train“ und die Rockballade „Coming home at last“. Ersterer ist ein von Billy Strayhorn 1939 komponierter und getexteter Jazzstandard. Berühmt wurde das Lied, als es das Duke-Ellington-Orchester für sich zur Erkennungsmelodie wählte.

Es liegt wohl auf der Hand, dass ein Freizeitmusiker in seiner Freizeit selbst gern Musik hört. Je nach Gemütslage ist das für den Kulturbund-Swinger-Gitarristen Blues und Jazz, Pop und Rock sowie Klassisches. Und wenn es sich irgendwie einrichten lässt, hört er seine Lieblingsmusik am liebsten live im Konzert.

Konzerte gibt auch er gern zusammen mit seinen Kulturbund-Swinger-Freunden. Jeden Freitag wird sich zur gemeinsamen Probe getroffen, um das Liedrepertoire zu vergrößern und die Konzertereignisse vorzubereiten. Die zwei größten Ereignisse im Jahr sind der Sommerjazz an der Popperöder Quelle und Jazz zwischen den Jahren im Puschkinhaus. Dort trifft er auf ein Publikum, wie er es mag – auf Musikbegeisterte, die gern zuhören. Gern würde Christian Montag mit der Band auch einmal im Palas der Wartburg in Eisenach auftreten, weil er in Eisenach aufgewachsen ist. In diesem romanischen Palas, der als der künstlerisch und architektonisch bedeutendste Bau seiner Art in Deutschland gilt, würde er gern einmal klangvolle Farbtupfer setzen.

 

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