Ein Erfolgsstück auf der Bühne

Posted by on 27. Januar 2013

Viel Applaus für die „Krabat“-Aufführung der 3K-Jugendgruppe

 

Von Iris Henning

Mühlhausen. Krabat (Clemens Pokoj), der Waisenjunge, hat es nicht leicht in seiner Zeit, Ende des 17. Jahrhunderts. Es geht ums pure Überleben, um Essen und ein Dach über den Kopf. Er wird Müllerbursche in der geheimnisumwitterten Mühle am Koselbruch am schwarzen Wasser bei einem mächtigen Meister (Sixtus Riedel). Was Krabat nicht ahnt: Er lernt mehr als das Müllern, sondern auch die schwarze Kunst. Und so wird Krabat vom Bettelknaben zum Zauberlehrling. Doch das ist nicht das einzige Geheimnis, das die Mühle und ihren finsteren Meister umgibt: Alljährlich in der Neujahrsnacht muss einer der Gesellen sterben – an Stelle des Meisters, dem durch das dargebrachte Menschenopfer ein weiteres Lebensjahr geschenkt wird. Als es Krabats Freund und Beschützer Tonda (Johannes Czarkowski), trifft, beschließt Krabat den Verlockungen der Macht zu widerstehen und den Kampf mit den düsteren Mächten aufzunehmen.

„Krabat“ ist das ewige Spiel um Gut und Böse, um Liebe und Macht. Geschrieben hat das mehrfach ausgezeichnete Jugendbuch Otfried Preußler. Die Geschichte basiert auf einer sorbischen Volkssage. Seit Erscheinen des Jugendbuches im Jahr 1971 entstanden mehrere Bühnen- und Opern-Varianten des Krabat-Motivs sowie Vertonungen und Verfilmungen. Der wohl erfolgreichste Film war der von Marco Kreuzpaintner im Jahr 2008 mit David Kross in der Hauptrolle.

Mit ihrer 83. Inszenierung griff die 3K-Theaterwerkstatt den populären Krabat-Stoff auf. In bedrückend-düsterer Atmosphäre (Bühnenbild: Bernhard Ohnesorge, Albert Sadebeck und Kathrin Reichenbächer) nimmt die Geschichte ihren Lauf. Auf der Bühne agiert die durch ein vierköpfiges Regie-Team (Bernhard Ohnesorge mit Malu von Marschall, Ann-Sophie Groß und Melinda Klinbeil) gut geführte Jugendgruppe der Theaterwerkstatt und interpretiert den abenteuerlichen Reigen um Finsternis und Licht. Es wird sich in der Mühle abgerackert, es wird gezweifelt und gebangt, gehofft und gefeiert, getanzt und gezaubert – und natürlich wird zum Schluss alles gut, die Liebe siegt über das Böse und der üble Meister muss für immer und ewig abtreten. Geschickt eingespielte kunstvolle Videosequenzen (Albert Sadebeck) mit stimmigen Bildern verwandeln die Spielstätte Kilianikirche für die Dauer des Spiels tatsächlich in eine finstere Mühle.

Mit anhaltendem Applaus feierte das Publikum am Samstagabend in der ausverkauften Spielstätte die jungen Krabat-Akteure für die gelungene Premiere.

Nächste Vorstellungen von „Krabat“ sind am Mittwoch, 30. Januar, um 10 Uhr, und am Samstag, 2. März, um 20 Uhr in der 3K-Spielstäte Kilianikirche. Karten können reserviert werden unter (03601) 440937.

DIASCHAU

 

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