Mutiger Müllergeselle in mysteriöse Mühle

Posted by on 24. Januar 2013

Am  Samstag 26.01.13 hat „Krabat“ auf der Mühlhäuser 3K-Bühne Premiere

Von Iris Henning

Mühlhausen. Eine der schönsten Kinder- und Jugendgeschichten bringt die 3K-Theaterwerkstatt auf die Bühne: „Krabat“. Am  Samstag 26.01.13, 19 Uhr, kommt es zur Premiere.

Von einer geheimnisvollen Stimme gerufen, findet der junge Krabat (Clemens Pokoj) den Weg in in die Mühle im Koselbruch am schwarzen Wasser. Dort, in dieser beklemmende Szenerie, kommt alles anders, als sich der junge Bursche je hätte vorstellen können. Doch der mittellose Krabat, ein Waisenjunge, hat keine Wahl. Will er Essen und ein Dach über dem Kopf behalten, muss er als siebter Müllergeselle bleiben und dem mächtigen Meister (Sixtus Riedel) dienen. Krabat erlebt schwarze Magie, fürchtet sich vor dem unheimlichen siebten Mahlgang, macht Bekanntschaft mit einem geheimnisvollen Gevatter und verwandelt sich mit den anderen Müllergesellen in Raben. Er bekommt Reichtum für ein Leben lang in Aussicht gestellt – und lehnt ab. Der Preis dafür ist ein jährliches Menschenopfer.

Doch wie hinaus kommen aus dem Teufelskreis, der alle Müllergesellen gefangen hält? Natürlich ist es die Liebe, die letztlich über das Böse siegt.

„Krabat“ ist ein Jugendbuch von Otfried Preußler. Es basiert auf einer sorbischen Volkssage, die ausgangs des 17. Jahrhunderts nahe des Ortes Schwarzkollm in der Oberlausitz spielt. Die Sage erzählt die Geschichte des Jungen namens Krabat, der sich als Lehrling gegen seinen mächtigen Meister behaupten muss. Das Jugendbuch erschien im Jahr 1971 und wurde zum Welterfolg. Inzwischen wurde es in mehr als 30 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Deutschen Jugendbuchpreis. Mittlerweile existieren verschiedene Verfilmungen sowie Bühnen- und Opern-Varianten von „Krabat“. Die 3K-Theaterwerkstatt entschied sich für ihre Inszenierung für das Bühnenstück von Nina Achminow.

„Wir haben schon lange mit dem Gedanken gespielt, diese Geschichte auf die Bühne zu bringen“, erklärte Spielleiter Bernhard Ohnesorge. Gemeinsam mit Malu von Marschall, Ann-Sophie Groß und Melinda Klingbeil zeichnet er verantwortlich für Konzeption, Dramaturgie und Regie. Mit der Jugendgruppe und mit Unterstützung einiger Erwachsener seien die die Proben schon zu einem Abenteuer geworden. Die Rollenfindung und die Erarbeitung des Stücks seien nicht nur eine große Herausforderung an das Ensemble gewesen sondern hätten ebenso Vergnügen bereitet. Nun hoffen er und alle am Stück Beteiligten, dass auch das Publikum Spaß und Freude an dieser mittlerweile 83. Inszenierung haben wird.

Die Premierevorstellung morgen Abend ist bereits ausverkauft. Für die Vorstellungen am Sonntag, 27. Januar um 16 Uhr innerhalb der Reihe „Theater-Tee“, sowie am Mittwoch, 10 Uhr und am Samstag, 2. März, um 20 Uhr, gibt es noch Karten. Die können reserviert werden unter (03601) 440937.

Viel Fleiß vor und hinter der Kulisse

Viele Spieler, Helfer, Unterstützer und Mutmacher sind an der Inszenierung beteiligt

Mühlhausen. Mühle und Meister, Macht und Machenschaften: „Krabat“ ist eine durch und durch düster-geheimnisvolle Geschichte mit einem glücklichen Ende. Dass die Theaterwerkstatt 3K diese Geschichte zur Aufführung bringen kann, verdankt sie nicht nur dem Fleiß und der Ausdauer ihrer engagierten Spieler aus der 3K-Jugendgruppe Clemens Pokoj (in der Titelrolle), Sixtus Riedel, Jaqueline Oelschläger, Lucie Stresow, Johannes Czarkowski, Damian Thüne, Theresa Blumschein, Melinda Klingbeil, Nina Pfeiffer, Celine Hebestreit, Martin Lange, Jette Zeuch, Marlene und Tanja Schmitt sowie Anika Schäffner. Für die Ausstattung und Kostüme sowie für die Atelierarbeiten waren Kathrin Reichenbächer, Barbara Schäfer, Melinda Klingbeil, Julia Rauchmaul und Monika Schmidt verantwortlich. Für gutes Licht und guten Ton sorgt Albert Sadebeck, der auch gemeinsam mit Bernhard Ohnesorge und Kathrin Reichenbächer das Bühnenbild gestaltete. Letztlich stand da noch das vermeintlich kleine Problem, ein gutes Dutzend Holzkrüge zu beschaffen. Ein Hilferuf in dieser Zeitung veranlasste viele 3K-Freunde, in ihren Schränken nach selbigen zu suchen. „Danke allen, die uns sowohl mit Holzkrügen sowie mit Anmerkungen, Hinwiesen und Vorschlägen geholfen haben“, so Spielleiter Bernhard Ohnesorge. ih

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