Warten auf Schnee

Posted by on 21. Januar 2013

Die ersten Skifahrer sind schon da, doch für Loipen reicht die Schneedecke noch nicht ganz.

Der „Alte Bahnhof“ in Heyerode ist bestens auf die Saison vorbereitet.

Von Iris Henning

Heyerode. Eine Probezeit hat das Heyeröder Loipenspurgerät in dieser Saison schon hinter sich. Die liegt schon ein paar Wochen zurück, als sich der Winter ungewöhnlich früh mit viel Schnee ankündigte, als es eigentlich fast noch Herbst war. Dann setzte Tauwetter ein und das Fahrzeug kam zurück in die Garage.Doch jetzt steht es bereits wieder in den Startlöchern. Am liebsten würde Ronald Schollmeyer schon losfahren. „Aber die Schneedecke ist leider noch zu dünn“, bremst er sich. Zehn Zentimeter reichen noch nicht. Ronald Schollmeyer ist Gruppenleiter im „Alten Bahnhof“, der Außenstelle der Mühlhäuser Werkstätten. Dem Außenbereich ist das Fahrzeug der Gemeinde anvertraut. „Sobald der Schnee hoch genug ist, ziehen wir die Spuren“, verspricht der Gruppenleiter. Zwei Loipen könnte es geben, jede um die fünf Kilometer lang. Dazu noch eine etwa 800 Meter lange Spur für die Neulinge im Ski-Langlauf.

Auf die Loipen warten die Skifahrer schon sehnsüchtig. Der Ski-Spaß in Heyerode hat sich schnell herumgesprochen, denn das Spurgerät gibt es erst seit einem Jahr. Viele Wintersportler aus der unmittelbaren Nachbarschaft kommen schon spontan mit dem Auto in der Hoffnung, nach dem Aussteigen gleich die Bretter unter die Füße schnallen zu können. „Es geht schon leidlich“, freut sich eine Mühlhäuserin, die trotz fehlender Loipe eine Proberunde wagen will. Sobald ein bisschen mehr Schnee liegt und die Loipe fertig ist, will sie regelmäßig kommen, hat sie sich vorgenommen. „Mit dem Auto bin ich in ein paar Minuten in Heyerode, muss also keine langen Strecken zu den klassischen Winterorten im Thüringer Wald fahren, die an den Wochenenden sowieso stets überlaufen sind“, hofft sie auf baldigen Neuschnee.

Sie ist nicht die einzige. „Täglich gibt es Anrufer, die wissen wollen, wie die Wintersportbedingungen sind“, erzählt Schollmeyer. Er vertröstet sie.

Auch das Gasthaus „Alter Bahnhof“ ist vorbereitet auf die Wintersportler. Zehn Paar Ski stehen zum Ausleihen bereit. „ Für Kinder- und Erwachsenenfüße“, fügt Ronald Schollmeyer hinzu. Zudem ist eine kleine Skihütte aufgebaut, aus der die Wintersportler mit heißen Getränken versorgt werden können. „Glühwein, Kakao, Kaffee… alles da, damit sich die Sportler und Gäste wieder aufwärmen können“, versprechen die „Bahnhof“-Mitarbeiter.

Es muss also nur noch ein bisschen Schnee fallen, bis die Wintersportträume in Erfüllung gehen können. „Fünf bis zehn Zentimeter würden schon reichen“, schätzt Schollmeyer.

Wer es allerdings gar nicht abwarten kann, dreht bereits seine Ski-Runden durch den verschneiten Hainich und nimmt die kleinen Hindernisse mehr oder weniger gelassen in Kauf. Oder unternimmt mit Kind und Kegel einen erholsamen Spaziergang durch den Winterwald. Für Abwechslung sorgt ja auch der kleine Bauernhof mit Hühnern, Enten, Hängebauchschweinen und weiteren Bewohnern auf dem „Bahnhof“-Gelände. Der Bauernhof hat immer für Besucher geöffnet hat, egal ob mit oder ohne Schnee. Und die heißen Getränke schmecken auch so.

(Einen aktuellen Loipenbericht gibt es auf der Internetseite des „Alten Bahnhofs“ unter www.landgasthof-hainich.de)

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