Paradies aus Farben und Formen

Posted by on 11. Juli 2012

Rudolf und Birgit Leipert sind grenzenlos begeistert von der Vielfalt und Schönheit der Taglilien.

In ihrem Mühlhäuser Garten gedeihen mehr als 180 Sorten der anmutigen Blumen

 

Von Iris Henning

Mühlhausen. Sie tragen so fremdartige Namen wie Adamas und Aloha Hawaii, Ageless Beauty und Strawberries & Chocolate oder Sergeant Major und Fata Morgana. Sie alle sind prächtige Taglilien.

An die 180 Sorten dieser Lilien machen derzeit aus dem Garten von Rudolf und Birgit Leipert in ein üppiges Paradies aus Farben und Formen. Auf hohen, schlanken Stängeln bringen die Taglilien ihre unzähligen Nuancen von roten, gelben und orangen Blütensternen zum Leuchten. Die Zahl 180 ist nur geschätzt. Wie viel Sorten Lilien sie wirklich haben, wissen die Leiperts nicht genau zu sagen. Doch was für den Laien schon klingt, als wäre damit das gesamte Kapitel Taglilien voll und ganz in dem Garten im Süden von Mühlhausen aufgeblättert, der irrt. Um die 50000 Lilien-Sorten soll es mittlerweile weltweit schon geben, plaudern die Mühlhäuser Lilien-Liebhaber. Und damit seien nur die registrierten gemeint.

Die Registrierten? Ja, erklärt Rudolf Leipert, der selbst Züchter von Taglilien ist. Nur die von den Taglilien-Gesellschaften in ihren Listen registrierten Lilien schaffen es zu Namen, Bekanntheit und Anerkennung. Und jährlich erhalten diese Listen einen Zuwachs von etwa 1600 bis 1700 Sorten.

Jährlich bekommt auch der Leipertsche Garten Zuwachs: manches aus der eigenen Züchtung, das meiste aus den sonnenverwöhnten Ländern Amerikas wie Florida und Kalifornien. Das sind echte Liebhaberstücke, wie sie vermutlich in keinem zweiten Garten in Mühlhausen zu finden sind. Entsprechend hoch sind die Liebhaberpreise für die schönen und außergewöhnlichen Exoten. Sie danken die freundliche Aufnahme in der gut bereiteten Erde im Mühlhäuser Süden nach ein bis zwei Jahren meist auch mit erster Blütenpracht. „In der Taglilien-Zeit sind wir stets neugierig, wie sich die Blüte zeigen wird. Kaum sind wir aus den Betten, führt uns der erste Weg zu den Blumen“, erzählen die Leiperts.

Gern teilen sie ihre Begeisterung für die Lilien. So luden sie jetzt noch einmal zum Tag des offenen Gartens zu sich ein, sozusagen als Zugabe zu dem bereits im Mai sattgefundenen Gartentag in Mühlhausen. Und was die Leiperts zu zeigen haben, ist eine wirklich spektakuläre Kulturform, die es so nur selten in solcher Üppigkeit zu bewundern gibt. Doch geht es den Taglilien-Freunden nicht allein darum, die Freude an der Blütenpracht zu teilen. Gern geben sie auch ihr Wissen über die Kultur und Züchtung der verschiedenen Taglilien-Arten weiter. „Vielleicht springt ja der Funke der Begeisterung über auf andere Gartenfreunde“, sagt der Lilien-Züchter. Dann würden die Adamas, Aloha Hawaiis, Sergeant Majors & Co. auch bald in weiteren Gärten zu finden sein und vielleicht könnte es in Mühlhausen eines Tages einen einzigartigen offenen Taglilien-Gartentag geben, so die Blütenträume der Leiperts.

DIASCHAU

 

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