Verschneites Tiefenrode

Posted by on 1. Februar 2012

Eine Schuzthütte nahe Eigenreiden erinnert noch an eine spätmittelalterliche Siedlung

 

EIGENRIEDEN.

Tieferode hieß einst eine Dorfstelle nahe Eigenrieden. An diese spätmittelalterliche Siedlung erinnern heute nur noch der erhaltene Flurname sowie eine Schutzhütte, die im Wald zwischen Eigenrieden und Diedorf steht. In idyllischer Winterlandschaft präsentiert sich die Schutzhütte derzeit den Spaziergängern.

Siedlungsversuche im Umfeld von Eigenrieden datieren in das 13. Jahrhundert zurück. Das geht aus der Ortschronik

IDYLL: Die Schutzhütte „Tiefenrode“, die an eine Wüstung nahe Eigenrieden erinnert. Foto: Iris Henning

„Von Oygeriedin nach Eigenrieden“ von Dr. Rolf Luhn hervor. Demnach zählte neben Tieferode noch Hoherode zu den wichtigsten Dorfstellen. Sie wurden jedoch bereits im 14. Jahrhundert wieder aufgegeben, wie viele Siedlungen in dieser Zeit. Als Hauptfaktoren der spätmittelalterlichen Wüstungsperiode nennt der Historiker ungünstige Standorte, Missernten, Bevölkerungsrückgang infolge der Pest, zunehmende Konzentration in Großdörfern und das anhaltende Wachstum der Städte.

Nahe dem Ort Eigenrieden wurden auch die Ansiedlungen Husrode östlich von Eigenrieden und Hungerode im flachen Tal des kleinen Steingrabens am Rand der Katalaunischen Felder, sowie Einzelhöfe am Kringel und an der Birke wüst. ih

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