Drei sind zwei zu viel

Posted by on 17. Januar 2012

Premiere im 3K-Haus: Begeisterter Applaus für Boulevardkomödie „Boeing Boeing“

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. Für den smarten Bernard (sehr schön gespielt von Martel Peacock) wird guter Rat teuer. Sein bis jetzt gut koordiniertes Liebesleben zwischen Start und Landung mit gleich drei internationalen Verlobten gerät mit diversen Flugplanänderungen in kräftige Turbulenzen. Seine drei Liebsten – die französische Stewardess Jaqueline (Johanna Engelhardt), die amerikanische Stewardess Janet (Marie-Luisa Marschall) und die Schweizer Kollegin Judith (Eva Hahn) – treffen außerplanmäßig im schicken Pariser Liebesnest ein. Während sich die überaus sympathischen, attraktiven und reizenden Damen auf zusätzliche Schmusestunden freuen, wird für den polygamen Casanova die Situation immer brenzliger. Sein unverhofft eingetroffener Schulfreund Robert (einfach köstlich: Ralf Bube) springt zwar nach besten Kräften ein, doch die Katastrophe scheint nicht mehr aufhaltbar. Schließlich kommt während des großen Finales im Handumdrehen alles anders als gedacht und alle werden glücklich. Selbst der Held Bernard, für den eine Ehe ein Auslaufmodell ist, muss einsehen, dass drei Verlobte auf Dauer zwei zu viel sind und sein vermeintlich idealer Lebensentwurf gescheitert ist.

Die 3K-Inszenierung „Boeing Boeing“ entwickelt ein rasantes Tempo auf der Bühne. Selbst akrobatische Momente (gekonnt: Martel Peacok und Ralf Bube) haben ihren Platz zwischen all dem Kommen und Gehen der drei Lieblinge unseres Frauenhelden. Eine prächtige Rolle um das Liebesquartett nimmt das knochentrockene Hausmädchen Berthe (herrlich dargestellt von Astrid Bank) ein. Auf Moral tippt das späte Mädchen mittleren Alters – und blickt selbst sehnsuchtsvoll auf die knackigen Männerpopos.

„Boeing Boeing“ ist eine der weltweit erfolgreichsten Boulevardkomödien. Das Stück wurde bislang über 25.000-Mal in 55 Ländern und 18 Sprachen gespielt. Aufgrund der Beliebtheit wurde es 1991 ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen.

Auch diese erste 3K-Inszenierung im neuen Jahr hat das Zeug, zum Publikumsliebling zu werden.

Einziger Wermutstropfen: Nach den zwei Vorstellungen am vergangenen Wochenende steht „Boeing Boeing“ die nächsten sechs Wochen leider nicht auf dem Spielplan. Das ist schade.

DIASCHAU

 

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