Kunst im Kleinformat

Posted by on 11. Dezember 2011

In der neuen Ausstellung im Schloss Dryburg zeigen sich die regionalen Künstler mit kleinen Größen.

Unter die bekannten Namen haben sich auch neue mit sehenswerten Arbeiten gemischt

 

 

Von Iris Henning

 

Bad Langensalza. Das kleine Format. So titelt die neue Ausstellung des Vereins Kunstwestthüringer, die am Donnerstagabend eröffnet wurde. Klein, konzentriert, zum gleich Mitnehmen in der Handtasche – das assoziiert der Titel und genau das ist in der Ausstellung zu finden.

„Der Betrachter sollte aber nicht dem Trugschluss verfallen, dass ein kleines Format weniger aufwendig für den Künstler ist“, erklärte die Vorsitzende der Künstlervereinigung, Judith Unfug-Leinhos in ihrer Laudatio.

Recht hat sie. Einige Bilder verlangen nach mehr Platz, mehr Spielraum. Eine Künstlerin (Margitta Weber) löste das Problem einfach, indem sie drei Bilder nebeneinander, als Tryptichon, präsentiert. Das ist clever. Für vorrangig großformatig Arbeitende ist so ein kleines Format schließlich eine große Herausforderung. Nicht alle der etwa 30 Kunstwestthüringer nahmen sie an. Lediglich 20 probierten sich in dem klein gesetzten Rahmen.

Der selbst auferlegte Zwang hat einen Grund. Künstler wollen nicht nur Bilder zeigen. Sie wollen sie auch verkaufen. Das preislich günstigere Kleinformatige hat mehr Chancen, Liebhaber zu finden. Und künstlerisch weniger wert sind die Kleinformatigen weiß Gott nicht.

Die ersten Liebhaber ließen auch nicht auf sich warten. Gleich am Eröffnungsabend wurden Arbeiten mit einem roten Punkt markiert als Zeichen dafür, dass sie verkauft sind. So auch ein Bild von Klaus-Dieter Hirschi, der sich sehr darüber freut. Der Wahl-Bad-Langensalzaer ist neu im Verein. Erst seit einigen Monaten zählt er dazu.

Weitere neue künstlerische Handschriften stellt die Ausstellung vor: Karin Lauberbach, Margitta Weber, Rainer Probst und Bärbel Laue sind ebenfalls neue Mitglieder in der Künstlervereinigung.

„Das kleine Format“ ist die bereits fünfte Ausstellung des Kunstwestthüringers, seit er Anfang des Jahres in das Schloss Dryburg zog. Die Publikumsresonanz ist dabei für eine Kleinstadt wie Bad Langensalza erstaunlich hoch. Das liegt nicht nur an dem Interesse der Einwohner und Politiker (die stellvertretende Bürgermeiserin Christina Lange trat jetzt auch dem Kunstwestthüringer bei) an der niveauvollen nationalen und internationalen Kunst, die gezeigt wird. Das liegt auch an der herzlichen Gastfreundschaft, die die Kunstwestthüringer ihren Besuchern entgegen bringen sowie an den festlichen Ausstellungseröffnungen, die im Nu zum beliebten Parkett der Begegnungen geworden sind. Zudem werden die Eröffnungen stets von angenehmer Musik begleitet. Anja Dobers (Gesang) und Paul Schneider (Gitarre) sind längst gute Freunde der Kunstwestthüringer geworden.

Die gut 100 Bilder in der Ausstellung „Das kleine Format“ sind noch bis zum 18. Februar zu sehen und zu kaufen. Geöffnet hat die Galerie donnerstags bis samstags jeweils von 14 bis 17 Uhr.

DIASCHAU

 

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