Grüße aus der Küstenlandschaft

Posted by on 4. Oktober 2011

Mit Bildern von Antje Fretwurst-Colberg holte Galerist Peter Zimmer wieder Sehenswertes in seine Galerie

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. „Bilder des Nordens“ stellt die neue Ausstellung in der Galerie Zimmer am Stadtberg vor. Die Wahl-Mecklenburgerin Antje Fretwurst-Colberg hat sie mitgebracht. Es sind Momente aus dem Leben der Menschen am Wasser, sehr sensibel festgehalten und ohne jede Effekthascherei. Die Malerin – einstige Berlinerin – findet die Protagonisten für ihre Motive im Alltag. Das Segel eines Bootes ist ihr genauso darstellenswürdig wie eine Szene aus einem Jazz-Festival unter Regenschirmen. Sie romantisiert nicht. Sie hält ihre Sichtweise „auf die Gegebenheiten und Erscheinungen an der Küste, am Fluss oder am Kanal fest. Ihr Blick ist auf das Hier und Heute gerichtet, dem jetzigen Leben und Treiben der Menschen am Wasser, ihre Arbeit und ihre Freizeit, der ganz unrhetorisch und eher erzählerisch daherkommt“, merkt Galerist Peter Zimmer an.

Viel erzählt der Galerist während der Laudatio über seine neue Künstlerbekanntschaft. Wie er sie im Norden besuchte, über die angenehmen Gespräche im Atelier und über die „Berliner Schule“ als ihre künstlerische Herkunft.

Die Ausstellung „Bilder aus dem Norden“ ist die 20. in der knapp dreijährigen Geschichte der Galerie Zimmer. Das Jubiläum würdigte Heidrun von Amende in einem kleinen Grußwort. Die gebürtige Mühlhäuserin, die heute in der Schweiz lebt, lobte vor allem das kulturelle Engagement der Familie Zimmer: „Sie hat ein Zentrum für Kultur und geistiges Leben geschaffen und das ist wunderbar.“

Noch ein Jubiläum beging der Galerist, ein ganz privates: Er feierte mit dieser 20. Ausstellung gemeinsam mit seinen Gästen gleichzeitig seinen 60. Geburtstag.

Die Ausstellung „Bilder aus dem Norden“ ist bis zum 11. Dezember in der Galerie am Stadtberg, Goetheweg 28, zu sehen. Geöffnet hat sie donnerstags bis sonntags von 16 bis 18 Uhr. Zusätzlich zu den „Bildern aus dem Norden“ hat Antje Fretwurst-Colberg noch zwei Hinterglas-Malereien mitgebracht: Blumenbilder in leuchtenden Farben. Die Technik der Hinterglasmalerei wird heute nur noch von sehr wenigen Künstlern angewandt. Peter Zimmer nannte die Hinterglasmalerei mit Bedauern „ein aussterbendes Genre“ und freute sich umso mehr, dass solche Bilder nun bei ihm gezeigt werden.

DIASCHAU

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