Sie machen keine halben Sachen

Posted by on 14. Juni 2011
Dieses Mal gab es eine Überraschung für die Freunde der Mühlhäuser Museen

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. Ein gewichtiger Herr erscheint. Aus dem Äußeren Frauentor betritt er die Stadtmauer, bleibt stehen, wendet sich dem Publikum zu, das am Fuß des Tores steht. Es wartet auf die „stimmungsvolle Begrüßung“, die Dr. Michael Scholl, der Vorsitzende der Freunde der Mühlhäuser Museen, angekündigt hat. Der gewichtige Herr im weinroten Jackett öffnet seine Mappe und deklariert mit beeindruckender Ausdrucksstärke Verse von Busch, Ringelnatz und Morgenstern. Es ist Eckart von der Trenck, der da oben steht. 40 Jahre lang gehörte er zum Ensemble des Deutschen Nationaltheaters Weimar. Heute ist er auf Einladung seines Freundes Dr. Scholl in Mühlhausen, um mit der Kunst des Mimen die Museumsfreunde zu unterstützen.

Viel Applaus gibt es für den Schauspieler, ehe die Freunde dann den Rabenturm erklimmen, um den großartigen Ausblick über das abendliche Mühlhausen zu genießen, über die Stadtmauer zu wandeln und es sich letztlich bei Wein, guten Gesprächen und Musik gemütlich zu machen.

„Dieser Abend ist ein kleines Dankeschön an unsere Freunde für deren Unterstützung der Mühlhäuser Museen“, erklärt Dr. Scholl. 155 Mitglieder habe der einjährige Verein mittlerweile, zieht er Bilanz. An diesem Abend dürfte noch der eine oder andere Freund oder die eine oder andere Freundin hinzugekommen sein. „Es ist ein sehr angenehmer Freundeskreis, man kommt schnell miteinander ins Gespräch über Geschehen in der Stadt, erfährt aus erster Hand Neues aus den Museen und ich habe immer das Gefühl, richtig dazuzugehören“, meint eine Mühlhäuserin.

Noch eine Überraschung hatte Dr. Scholl für diesen Abend vorbereitet: Er stellte Museumstaschen vor. Mit dem peppigen Aufdruck „Wir machen keine halben Sachen“ fanden die ersten Exemplare schnell ihre Liebhaber.

 

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