Handpuppen reisen ins Friesland

Posted by on 15. Mai 2011
Der Mühlhäuser Matthias Peinelt wurde mit seiner „Theaterkompanie“ für die 28. Kunstwoche zum Arbeiten und Ausstellen nach Neuenburg nominiert

Von Iris Henning

Mühlhausen. „Ich bin dabei“. Matthias Peinelt freut sich, als er den Brief mit dem Absender des Kunstvereins „Bahner“ aus Neuenburg in Friesland gelesen hat. Er ist einer der fünf Künstler, die aus den gut 80 Bewerbungen zur Teilnahme an der 28. Neuenburger Kunstwoche vom 23. bis 29. Mai ausgewählt wurden. Diese traditionelle friesische Kunstwoche ist sowohl bei Künstlern als auch Gästen sehr beliebt. Sie verspricht den einen die notwendigen Freiräume, sich intensiv mit Kunst zu befassen, den anderen, Kunst verschiedener Genre in nächster Nähe zu erleben.

Die Jury, der in diesem Jahr Mitglieder des Kunstvereins „Bahner“ und der Kulturkoordinator der Gemeinde Zetel, Iko Chmielewski, angehörten, fällt es alljährlich schwer, sich für die passenden Bewerber zu entscheiden. 80 bis 100 Bewerbungen pro Jahr sind die Norm. Schließlich fiel für die 28. Kunstwoche die Wahl auch auf den Künstler aus Mühlhausen, der ein Erstling auf dem Kunstfestival sein wird. Dort wird er auf Anne Breymann aus den Niederlanden, Karin Knöpfle aus Berlin, Lissie Poetter aus Weisendorf (bei Erlangen) und Wolfgang Auer aus Friedberg (bei Augsburg) treffen.

Die Künstler aus Deutschland und aus den Niederlanden werden während der Kunstwoche in Neuenburg arbeiten und ausstellen. Ihr Thema lautet: „Puppe und Handlung“. Dafür erhalten sie ein Arbeitsstipendium. Das Wochenende, Sonnabend und

Alles andere als artig sind die Handpuppen von Matthias Peinelt. Sie sind mit schrillen Frisuren und Details ausgestattet. Foto: Iris Henning

Sonntag, 28. und 29. Mai, ist Begegnungen und Gesprächen mit Gästen der Kunstwoche vorbehalten. An beiden Tagen werden die Künstler ihre eingerichteten Atelierwerkstätten für ihr Publikum öffnen und ihre Kunstaktionen darstellen. Zusätzlich wird es ein attraktives Mitmachangebot und Rahmenprogramm während der Kunstwoche geben.

„Ich bin sehr neugierig auf die Begegnungen sowohl mit den Künstlern als auch den Beuchern“, sagt Matthais Peinelt. Mit Stabmarionetten eines automatisierten Theaters will er anreisen. „Lassen Engel Engel tanzen möchten – so etwas schickt der liebe Gott“ nennt er seine außergewöhnliche Theaterkompanie, mit der er die Jury überzeugte.

 

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