Zwischen lyrisch und deftig

Posted by on 8. April 2011
Große Beachtung für die „Kopplung“ des Kunstwetthüringers in der Landeshauptstadt

 

ERFURT.

Einen herzlichen Empfang erlebten die Aktiven des Vereins Kunstwestthüringer am Donnerstagabend im Erfurter Kulturzentrum „Haus Dacheröden“. In einem vollen Haus wurde die erste Ausstellung der Kunstwestthüringer in der Landeshauptstadt gefeiert.

Mit ihrem Projekt „Kopplung“ reiste der Verein an. Etwa 30 Künstler sind an diesem Projekt beteiligt, das bereits in Mühlhausen zu sehen war. Sich mit anderen Künstlern zu koppeln, so lautete der Auftrag des Projekts, dessen Kurator Ulrich Eifler aus Oberdorla ist. Zwei oder auch mehrere Künstler sollten sich einem Projekt widmen. So knüpften die Koppler ihre Fäden zu Kunstbekanntschaften, die zum Teil bis nach China reichten. Entstanden sind interessante Kooperationen, in denen verschiedene Techniken und Materialien oder unterschiedliche Genre der bildenden und angewandten Kunst miteinander verknüpft wurden. Wort und Bild fanden zueinander, Fotografie und Aktion. „Das ist wie in … menschlichen Beziehungen: einander suchen und nahe kommen, doch kein Bedrängen“, schilderte Juliane Döbel, die stellvertretende Vorsitzende des Kunstwestthüringers, in ihrer Laudatio das sich Herantasten der Künstler an das gemeinsame Projekt.

Das große Publikum bekam an jenem Abend von den Kunstwestthüringern und deren Partnern einen gewagten Vernissage-Cocktail für die Sinne serviert, von dem die Macher wohl selbst nicht wussten, wie dieses Gemisch angenommen werde. „Es ist ein Stück abenteuer im Miteinander dieser Gruppierung von Individualisten“, erklärte die Laudatorin. So balancierte und wankte die Vernissage zwischen lyrisch und herb, surreal und deftig – und löste Szenenapplaus aus.

Die Ausstellung „Kopplung“ ist bis zum 15. Mai in Erfurt, im Haus Dacheröden am Anger zu sehen. ih

DIASCHAU

 

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