Alle zehn bestätigt

Posted by on 15. Februar 2011
Dr. Walter Hochstrate bleibt der Vorsitzende im Naturschutzbeirat

Der alte Naturschutzbeirat ist der neue: Alle bisherigen zehn Mitglieder wurden durch das Landratsamt in die neue, vierjährige Amtsperiode berufen. Bestätigt wurde ebenfalls die Spitze des Beirates. Dr. Walter Hochstrate aus Mühlhausen bleibt der Vorsitzende und Dr. Ralf Weise aus Eigenrieden dessen Stellvertreter.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Aus neun dem Naturschutz verschriebenen Verbänden kommen die Mitglieder, verstärkt durch Dr. Weise als Naturschutzexperte. Die Mehrzahl arbeitet bereits länger als zehn Jahre in dem Beirat, der vom Gesetzgeber her die Aufgabe hat, die Naturschutzbehörde zu unterstützen. Ein herzliches Dankeschön für die langjährige ehrenamtliche Arbeit richtete der Landrats-Vize Bernd Münzberg (SPD) den Wiederberufenen aus.

In der vergangenen Amtsperiode bestimmten die Stellungnahmen zum Regionalplan Nordthüringen sowie zu Schutzgebietsausweisungen, etwa zum Landschaftsschutzgebiet Obereichsfeld, die Arbeit des Beirates. Mitgewirkt hat der Beirat bei der Planung zur geplanten Ortsumgehung von Mühlhausen und des sensiblen Verkehrsknotens am Bahnübergang an der Wagenstedter Straße. Fachtagungen mit Experten zu Themen wie Energieholz und biologische Vielfalt, Landschaftspflege im Flachstal und zum Nationalparkplan bringen dem Beirat stets neues Wissen über Entwicklungen in der Region.

Aktuelles Arbeitsfeld des Beirates wird die Ortsumgehung Großengottern sein. Frank Kontraschowitz vom Straßenbauamt Nordthüringen informierte den Naturschutzbeirat über den aktuellen Stand. So soll in diesem Frühjahr das Planfeststellungsverfahren für die 7,2 Kilometer lange Trasse eröffnet werden. Knapp 15 Hektar bisher landwirtschaftlich genutzte Fläche werden durch diesen Sraßenneubau versiegelt – etwa die Größe von 22 Fußballfeldern. Als gesetzlich geforderte ökologische Ausgleichsfläche sollen Flächenteile des früheren Betonwerkes in Großengottern zur Verfügung stehen, zudem sind Pflegemaßnahmen in den Naturschutzgebieten Zimmerbachtal und Hellerbachtal bei Bad Langensalza geplant. Auch Artenschutzmaßnahmen für Fledermäuse, Amphibien und Feldhamster listete Kontraschowitz auf. Der Naturschutzbeirat vernahm dies mit Wohlwollen. „Klassischen Interessenkonflikten zwischen Bauvorhaben und Naturschutz ist so vorgebeugt“, bemerkte Dr. Ralf Weise.

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