Es darf gematscht werden

Posted by on 27. Januar 2011
Vieles ist möglich in der Jugendkunstschule – auch für Erwachsene

Nach Herzenslust matschen und mit Farbe spritzen – auch solche Momente gehören zum Alltag in der Jugendkunstschule. Die Eltern der Eleven wissen das längst und schicken ihren künstlerischen Nachwuchs in Malerkleidung von Kopf bis Fuß zum Unterricht.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

BU: FREIER LAUF FÜR FANTASIE: Pauline genießt das freie Gestalten. Freie Plätze gibt es immer in den Kursen der Jugendkunstschule. Vor allem über mehr Jugendliche würden sich die Dozenten freuen. Kurse für sie finden montags von 16.30 bis 18 Uhr statt. Für alle Neuen gilt: Der erste Unterricht ist ein kostenloser Schnuppertag. Foto: Iris Henning

Das ausrangierte T-Shirt der Mama hat eine neue Aufgabe bekommen: Es wurde Malerschutzkleidung. Auch Pauline (Roman) hat solche Malerschutzkleidung an, die von den Schultern bis zu den Waden reicht. Voller Farbkleckse ist sie. So sehen beinahe alle Schutzkleidungen der Mädchen und Jungen aus, die sich montags oder donnerstags regelmäßig in den Räumen der Jugendkunstschule, Unter der Linde 7, treffen.

„Ich finde die Jugendkunstschule schön, weil man seiner Fantasie freien Lauf lassen kann“, meint dort ein Zopfmädchen. Ganz vertieft ist das Zöpfchen in das Bild, das es gerade malt. Ein Tier ist zu erkennen, farbenfroh und bunt.

„Wir bereiten gerade ein neues Projekt vor“, erklärt Schulleiter Ralf Klement. Die Kinder malen Entwürfe für Tiere der Arche Noah. Die Tiere sollen den Bibelgarten schmücken, der in diesem Jahr im Förderschulzentrum in Höngeda geplant ist. Dann werden sie nicht mehr aus Papier sein, sondern aus Holz, um jedes Wetter zu überstehen. Die besten Entwürfe wird Ralf Klement, der auch Leiter dieses Projekts ist, mit seiner Kettensäge aus Holz raussägen. In Workshops mit den Kindern bekommen die Figuren dann das Aussehen, wie auf den Entwürfen. Am Bibelgarten mitarbeiten sollen auch die Schüler der Förderschule, erklärt Klement das Projekt weiter.

Kreativ sein in den Kursen der Jugendkunstschule könne übrigens jeder, der Lust dazu habe: Kinder, Jugendliche und Erwachsene, lädt der Schulleiter ein. „Unser Spektrum reicht von Grafik, Malerei, Collagen oder Drucken über das ‚Zaubern‘ von den verschiedensten Seifen und Cremes bis hin zu Skulpturenobjekten“, blickt Klement auf das Angebot der Jugendkunstschule. Und er fügt hinzu: „Es darf nach Herzenslust gematscht und mit Farbe gespritzt oder eben einfach experimentiert werden“.

Muss man schon gut malen können oder Vorkenntnisse haben, um in den laufenden Kurs einzusteigen? Ach wo, winkt der Schulleiter ab. Wichtig seien zwei Voraussetzungen: Interesse und Freude am Kreativsein. Ansonsten vermittelten die Dozenten ganz individuell das handwerkliche Können und befähigten die Kursteilnehmer Schritt für Schritt, eine eigene künstlerische Ausdrucksform zu finden. Übrigens: Der Erwachsenenkurs beginnt am Montag, 7. Februar.

Unterricht an der Jugendkunstschule geben neben den Schulleitern Ralf Klement und Marion Walther die Dozenten Judith Unfug-Leinhos, Juliane Döbel, Steffi Molle und Kirsten Priebsch. Anmeldungen werden in der Jugendkunstschule, Unter der Linde 7, montags bis donnerstags von 10 bis 15 Uhr, (03601) 8567391, entgegengenommen.

DIASCHAU

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