Sinnliches zum Jubiläum

Posted by on 30. November 2010
Vor zehn Jahren wurde das Puschkinhaus als Kulturadresse wiedereröffnet

Annekathrin Bürger war der Stargast zur Jubiläumsfeier im Puschkinhaus. Die Grand Dame des Films und Chansons kam mit Liebeslyrik und Liebesliedern nach Mühlhausen. Musikalisch begleitet wurde sie von Christian Georgi.

Von Iris Henning

MÜHLHAUSEN.

Schon einige Male war die Bürger Gast in Mühlhausen. Dieses Mal eröffnet die exzellente Schauspielerin das Jubiläumsfest im Puschkinhaus. Das Haus in der Trägerschaft des Priorats für Kultur und Soziales feierte sein 10-jähriges Bestehen seit Wiedereröffnung. Eine Stunde mit der aus 85 DEFA-Filmen (zum Beispiel 1956 „Eine Berliner Romanze“, 1960 „5 Tage 5 Nächte“, 1964 „Nichts als Sünde“ und 1975 „Hostess“) bekannten Schauspielerin war eins von mehreren Geschenken des Puschkinhauses an diesem Abend für seine vielen Gäste. Alle Gasträume des Hauses waren geöffnet für einen rauschenden Abend mit erlesener Musik, köstlichen Speisen und vorzüglichen Weinen.

Vor all dem trat Annekathrin Bürger, die sich selbst gern als „AKB“ bezeichnet, vor das Publikum. Im großen Saal hat die Diva ihren Platz im Scheinwerferlicht eingenommen und ist ganz sendebewusst. Mit sinnlichen und erotischen Liedern stimmt sie ein auf das Fest, das bis in die Nacht hinein dauern soll.

Und so mancher im Saal ist nicht nur angetan von ihrer so sensibel dargebotenen Liebeslyrik und ihren Liebesliedern. Sie fragten sich, wie es die mittlerweile 73-jährige Annekathrin Bürger schafft, immer noch so jung zu wirken, so viel Leidenschaft zu versprühen und dabei stets die sympathische würdevolle Dame bleibt.

Es liegt wohl daran, dass AKB ihren Beruf über alles liebt. Noch heute steht sie gern vor der Kamera. Als Christa König ist sie vielen aus der seit 2008 gezeigten Fernsehserie „Die Stein“ bekannt, und sie hat noch nicht vor, in den Schauspieler-Ruhestand zu treten.

Erst im vergangenen Jahr begeisterte Annekathrin Bürger in Mühlhausen ihr Publikum. Damals las sie aus ihrer Biografie „Der Rest, der bleibt“ einige Memoiren aus ihrem Leben als Schauspielerin und gestand, dass ihr Sport ein Gräuel sei und sie für sich weibliche Rundungen einer superschlanken Model-Figur vorziehe.

Gut vorstellbar ist, dass AKB wieder einmal Gast in Mühlhausen, im schönen Puschkinhaus, sein wird. Das Haus hat sich längst zu einer bei den Mühlhäusern beliebten Kulturadresse etabliert. An einige Höhepunkte erinnerte Wolf-Dieter Kirchner, der Geschäftsführer des Priorats, zu Beginn der Jubiläumsfeier. So an die Abende mit der Günther-Fischer-Band, mit Angelika Mann, Andreas Geffarth, Angelika Domröse, Al Copley, Gaby Rückert und Angela Brown. Und er freute sich, wieder eine beliebte Schauspielerin begrüßen zu dürfen.

Annekathrin Bürger kommt gern nach Mühlhausen. Viele Freunde und Verehrer weiß sie hier, stets wird sie mit herzlichem Applaus begrüßt. „Das ist meine heimliche Jugendliebe“, erzählt später ein Gast bei einem Glas Wein. Elf oder zwölf Jahre sei er damals gewesen, als er sie in dem Film „Nichts als Sünde“ kennenlernte. Damals habe er nie geglaubt, seinem Idol einmal persönlich gegenüberstehen zu können. Noch heute finde er die Bürger sehr attraktiv. „Eine tolle Frau“, sagt er lächelnd. Und wenn sie wieder einmal in Mühlhausen sei, dann komme er auch wieder zu ihrer Vorstellung.

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