Sieben Wochen Kunst in Kirchen

Posted by on 5. November 2009
Im nächsten Jahr soll der Weg entlang des Landgrabens führen

Entlang des Landgrabens führt die nächste Kunst-in-Kirchen-Aktion. Über sieben Wochen wird in sieben Kirchen, die zwischen Eigenrieden und Sollstedt stehen, zeitgenössische Kunst aus Thüringen gezeigt.

MÜHLHAUSEN (ih).

Mit dem Thema „überKreuz“ sollen sich die beteiligten Künstler im nächsten Jahr beschäftigen. Das kündigten Ines Gliemann von der unteren Denkmalschutzbehörde und Siegfried Böhning, Leiter des Projekts Kunst in Kirchen, an. Es ist ein Thema, das sich variieren lässt, das viel Raum zur künstlerischen Auseinandersetzung bietet. So stehen die ausgewählten Kirchen diesseits und jenseits des Landgrabens, der noch heute die Grenze zwischen protestantisch und katholisch geprägtem Gebiet zieht. Die Kirchen in Eigenrieden und Struth, Dörna und Anrode, Horsmar, Zella und Sollstedt sind für den späten Sommer nächsten Jahres ausgewählt, für sieben Wochen zu Tempeln der Kunst zu werden. Begleitet werden sollen diese Ausstellungen durch verbindende „Draußen-Projekte“. Die, so die Vorstellung der Organisatoren, sollen von Kindern und Jugendlichen unter Anleitung der beteiligten Künstler zu markanten Wegweisern gestaltet werden.

Mit „Kunst im Kirchen“ im nächsten Jahr werden nicht nur die beteiligten Kirchen in den Blickpunkt der Aufmerksamkeit gestellt, sondern auch der Mühlhäuser Landgraben, der als Kulturdenkmal eingetragen ist. Der 26 Kilometer lange Landgraben wurde etwa 1350 als Grenzbefestigung angelegt. Er sollte den ehemaligen Königsgutsbesitz um Mühlhausen vor Raubritterüberfallen aus Niedersachsen, Hessen und dem Eichsfeld schützen. Der Mühlhäuser Landgraben verbindet heute mehrere größere Waldgebiete miteinander und ist somit auch als eine Biotopvernetzung zu betrachten.

Die Aktion „Kunst in Kirchen“ setzt seit 2000 alle zwei Jahre kulturelle Höhepunkte im Landkreis. Unterstützt wird sie von der Sparkassenkulturstiftung Hessen-Thüringen, von Art Regio Sparkassenversicherung, der Sparkasse Unstrut-Hainich, dem Thüringer Kultusministerium und der Deutschen Stiftung Denkmalschutz.

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