Staub von der Seele waschen

Posted by on 1. September 2009
Eichsfelder Künstlervereinigung will mit ihrer Kunst ein Stück Freude bringen

„Freude an der Kunst“ titelt die neue Ausstellung im Mühlhäuser Kunsthaus. Diese kleine Freude übermittelt der Eichsfelder Kunstverein. Etwas mehr als vierzig Exponate brachten die Unstrut-Hainich-Nachbarn für ihren ersten offiziellen Auftritt in Mühlhausen mit.

Von Iris HENNING

MHLHAUSEN.

Ein Liebespaar aus Speckstein, ein Punker aus Lindenholz, stimmungsvolle Fotografien, farbstarke Malerei: Vielseitig stellt sich der Eichsfelder Kunstverein vor. Kunst erleben, Kunst gestalten und über Kunst sprechen sind die Intentionen des Vereins. Das sagte Regina Jeznita. Die in Bleicherode lebende Malerin und Keramikerin ist die Vorsitzende der Künstlervereinigung. „Wir wollen mit dem, was wir zeigen, ein bisschen Staub vom Alltag von der Seele waschen“, lehnte sie sich an ein Picasso-Zitat an. Jeznita stellte zur Ausstellungseröffnung im Kunsthaus an der Felchtaer Straße den Verein, der sich vor knapp sechs Jahren gegründet hat, vor. Von einst vierzehn Mitgliedern wuchs der schnell auf fast doppelt so viel. Zwischen dreißig und siebzig Jahre alt sind die Kunstschaffenden und Kunstinteressierten. Sie bieten den Genren Malerei. Grafik, Plastik, Fotografie und Lyrik ein Podium, das zugleich Begegnungsstätte für Gedankenaustausch und Ideenentwicklung, für gemeinsames Schaffen und Weiterbildung ist. In der Ausstellungsreihe „Kunst und Kultur im Wasserturm“, dem Rathaus in Leinefelde, haben einheimische Künstler sowie Künstler aus anderen Regionen die Möglichkeit, sich der ffentlichkeit zu präsentieren. Diese Ausstellungsreihe diene zudem der Nachwuchsförderung, erläuterte Regina Jesznita. Schüler der Gymnasien und Regelschulen können dort einmal im Jahr ihre besten Arbeiten zeigen. Mittlerweile feierte die von der Stadt Leinefelde-Worbis gern gesehene Reihe ihre 100. Ausstellung. Dieses Jubiläum wurde eine Gemeinschaftsausstellung der Künstlervereinigung.

Mit einer Auswahl ihrer besten Arbeiten und mit vielen Künstlern ist die Eichsfelder Künstlervereinigung nach Mühlhausen gekommen. Begleitet wurde ihre Vernissage von der herzlichen Gastfreundschaft des Kunsthaus-Inhabers Mario Götting und volkstümlicher Musik am Keyboard. Vier Wochen lang, bis Ende September, sind die Arbeiten im Kunsthaus zu sehen. „Wir würden uns über viele Besucher freuen“, wünschen sich die Eichsfelder ein Stück Aufmerksamkeit aus Mühlhausen und Umgebung. Freuen würden sie sich zudem über neue Kontakte zu den Künstlern und Kunstinteressierten aus hiesiger Region, um in Gemeinschaft Kunst zu erleben, zu gestalten und über Kunst zu sprechen, so Regina Jeznita.

DIASCHAU

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