Kleine und große Künstler

Posted by on 18. August 2009
Jugendkunstschule eröffnete während ihres Kunstfestes auch neue Ausstellung

Der Duft von frisch gegrillter Bratwurst und selbst gebackenem Kuchen mischte sich jetzt unter den von frischer Farbe. Zum Kunstfest hatte die Mühlhäuser Kunstschule eingeladen. Eröffnet wurde dabei auch die neue Ausstellung des Vereins Kunstwestthüringer in ihrem Haus an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße. Große und kleine Künstler stellen sich darin vor.

Von Iris HENNING

MHLHAUSEN.

„Wir wollen mit unserem jährlichen Fest zeigen, was wir alles anbieten“, sagt Marion Walther. Die Mühlhäuser Keramikerin und Grafikerin ist Dozentin an der Jungendkunstschule. Mit viel Aufwand haben sie und ihre Künstlerkollegen das Fest vorbereitet. Es gibt zum Beispiel eine Schablonen- und eine Holzwerkstatt. An einem anderen Tisch kann aus Perlen, Naturmaterialien und Nudeln Schmuck hergestellt werden. Es gibt Süßigkeiten für die Kinder und Kaffee für deren Eltern. Musik ist aufgelegt. Die Tische sind gedeckt. Dozenten sind da, um sich und die Angebote der Schule den Eltern und Neugierigen vorzustellen, um ihnen mitzuteilen, dass immer noch ein Platz für die Nachwuchskünstler in den Kursen zu haben ist.

Die Dozenten sind Künstler aus der Region. Sie unterrichten im Grundlagenzeichnen, Malen und im grafischen Gestalten, sie lehren Stillleben, Porträts und Buchgestaltung. Neue Bilder schmücken die zwei Ausstellungsräume im Kunstwestthüringer-Haus. „Kleine und große Künstler“ ist der Titel dieser Ausstellung, die gerade eröffnet wurde. Kindliche Werke hängen gleichberechtigt neben denen der erwachsenen Profis. Das macht die Kinder stolz und für den Betrachter ist die Ausstellung dadurch besonders reizvoll. ber manche Bilder muss man schmunzeln, etwa über die Porträts, die die kleinen Künstler von ihren Dozenten angefertigt haben. „Ralf“ hat ein Kind mit wackligen Buchstaben über seine Kreation geschrieben. Jeder, der „Ralf“ (Klement) kennt, hätte ihn auch ohne diesen Hinweis erkannt: rundes freundliches Gesicht, der Kopf kahl, Brille. Auch Klement selbst schmunzelt über sein Konterfei. „Ja, die Kinder“, lacht er. Er arbeitet gern mit den Vorschul- und Schulkindern, bietet immer wieder Workshops an. Während der entstanden bereits so schöne Dinge, dass diese sogar in der Ausstellung der Sparkasse gezeigt werden. „Die Kinder sind unglaublich kreativ“, sagt Klement. Der unverfälschten kindlichen Phantasie lässt er viel Spielraum. Das gefällt den Mädchen und Jungen. Die achtjährige Alisa Rajewski kommt schon seit vier Jahren regelmäßig in die Kunstschule, verbringt viel Zeit mit Malen und Gestalten. Auch ihr jüngerer Bruder Alexander (6) hat die Lust am Malen entdeckt. Alisa zeigt in der Ausstellung Räuber in kurzen Hosen (es ist schließlich Sommer) , Alexander einen stolzen Hahn. Manchmal, so sagt Ralf Klement beim Betrachten der Bilder seiner Schüler, möchte auch er so frei denken und vorurteilslos fühlen wie ein Kind, wenn er künstlerisch tätig ist.

Wenn das Kunstfest jetzt auch vorbei ist: Die Ausstellung „Kleine und große Künstler“ lädt die nächsten Wochen noch an die Dr.-Wilhelm.Külz-Straße 22 ein, betrachtet zu werden.

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