Bild gewordene Sehnsüchte

Posted by on 6. Juni 2009
„Zwischenzeit – die zweite“ bringt wieder Farbe in die Galerie o.T. des Kunstwestthüringers

So etwas hat es in der Galerie o.T. des Vereins Kunstwestthüringer schon seit langem nicht mehr gegeben: ein volles Haus. Die Thamsbrücker Künstlerin Judith Unfug-Leinhos bringt mit ihrer temperamentvollen und phantasiereichen Ausstellung endlich wieder Freude und Lebensgefühl in die so still gewordenen Räume.

Von Iris HENNING

MHLHAUSEN.
Diese Frau scheint das Unmögliche schaffen zu können. Kaum einer aus dem Kunstwestthüringer-Verein glaubte noch daran, dass es in ihrer Galerie mal wieder von Neugierigen und Kunstinteressierten nur so wimmeln würde. Die letzte Ausstellung liegt länger als ein Jahr zurück. Sie wurde von der ffentlichkeit unverdienterweise kaum wahr genommen. ber das volle Haus am Wochenende zur Vernissage von „Zwischenzeit – die zweite“ und die Vertreibung der seit Monaten herrschenden Trostlosigkeit staunten sie darum nicht schlecht. Die Künstlerin aus Thamsbrück, ein temperamtentvolles Energiebündel, zeigte, was möglich ist. Ihr Rezept für den Erfolg hält sie nicht geheim: „Während sich andere noch mit der Theorie befassen, bin ich schon wieder fast fertig mit etwas Neuem. Das ist alles.“ Als Mutter dreier Kinder und engagierte Lehrerin am Gymnasium in Großengottern muss sie wohl so sein, wenn sie noch Zeit finden möchte, ihrer Lieblingsbeschäftigung nachzugehen: dem Malen. Was sie malt sind Kompositionen voller Lebenslust, am liebsten im Großformat. Ihre Bilder erzählen von den Träumen aus ihrem Leben, von Sehnsüchten und Wünschen und von dem, was sie berührt aus ihrer unmittelbaren Umgebung. Diese Bilder sind aus reiner Freude an Form und Farbe entstanden. Judith Unfug-Leinhos genießt es, sich dabei von ihrer Phantasie und den sich entwickelnden Gedanken treiben zu lassen. Letztlich, so sagt sie, sei sie selbst überrascht, was im Prozess des Schaffens entsteht.
„Sie ist wie ein Vulkan“, vergleicht Margitta Weber, ebenfalls Kunsterzieherin am Gymnasium Großengottern, das Temperament ihrer Kollegin und Freundin in der Laudatio. Sie versprühe Funken der Lebensfreude und verzaubere mit ihrem Lächeln. Und sie sei ein Arbeitstier.
Lediglich drei Wochen hat Judith Leinhos-Unfug gebraucht, diese Ausstellung auf die Beine zu stellen, samt Musik zur Vernissage. Die Gäste waren begeistert: von den außergewöhnlichen Bildern, vom Flair des Abends, der Gastfreundlichkeit der Künstlerin. Selbst die stellvertretende Bürgermeisterin aus Bad Langensalza war gekommen, um die Bilder der Thamsbrückerin zu sehen. „Eine tolle Ausstellung, herzlichen Glückwunsch“, so Christina Lange (FDP).
„Zwischenzeit – die zweite“ ist bis zum 7. Juli in der Galerie o.T., an der Dr.-Wilhelm-Külz-Straße 20, zu sehen. Die Galerie hat montags und dienstags von 9 bis 16 Uhr, mittwochs und donnerstags von 9 bis 15 Uhr und freitags von 9 bis 13 Uhr geöffnet

DIASCHAU

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.