Ermittlungen im Kloster

Posted by on 11. Mai 2009

Während der Museumsnacht wird „Der Name der Rose“ aufgeführt

Intrigen und Mord lauern im Labyrinth einer mittelalterlichen norditalienischen Benediktinerabtei. Die Mauern verbergen harte politische und kulturelle Auseinandersetzungen um die Freiheit des Denkens und die Kraft des Lachens. „Der Name der Rose“ wird am Samstag, während der Museumsnacht, im Kreuzgang des Augustinerklosters aufgeführt.

Von Iris HENNING

BAD LANGENSALZA.
Der Roman „Der Name der Rose“ von Umberto Eco hat als Buch und als Film mit Superstar Sean Connery ein Millionenpublikum in seinen Bann gezogen. Die Mühlhäuser Theaterwerkstatt 3K nahm sich die neue Bühnenfassung von Claus Frankl als Grundlage für ihre Inszenierung. Die wird während der Museumsnacht am kommenden Samstag vor der historischen Kulisse im Kreuzgang des Augustinerklosters gezeigt.
Die Handlung spielt in dunkler Zeit, und düster ist auch die Stimmung, die von dem 1327 angesiedelten Schauplatz ausgeht. In einer norditalienischen Benediktinerabtei kommt es binnen kurzer Zeit zu fünf Morden. Der ehemalige Inquisitor William von Baskerville (gespielt von Peter Wagner) wird mit der Aufklärung beauftragt und versucht – zunächst erfolglos – den geheimnisvollen Abläufen auf die Spur zu kommen. Er stößt auf eine undurchdringliche Mauer von Schweigen und Abhängigkeiten. Letztlich geht es um die alten Themen Freiheit, Zensur, Glaubwürdigkeit und Individualität und das Lachen. Die Morde sind noch nicht aufgeklärt, als der Gesandte Roms, der Inquisitor Bernard Gui (Claudia Faust), in der Abtei eintrifft. Schnell macht der Ketzer- und Hexenjäger die vermeintlich Schuldigen aus, zu denen auch ein junges Mädchen gehört, das der Hexerei beschuldigt wird, in Wirklichkeit den Mönchen aber als Liebesdienerin bereit stand. Sie landen nach kurzem Prozess erbarmungslos als „Ketzer“ auf dem Scheiterhaufen, während der wirkliche Täter, der mysteriöse und blinde Leiter der Bibliothek, Jorge von Burgos (gespielt Astrid Bank), sein tödliches Spiel weiter betreibt – bis die Bibliothek und damit viel Wissen in Flammen aufgeht.
Mit großem personellen Aufgebot hat die Mühlhäuser Theaterwerkstatt „Der Name der Rose“ umgesetzt. Präzise, pointiert und sprachlich auf hohem Niveau werden die Rollen in dieser Inszenierung verkörpert. Die hatte im Juni vergangenen Jahres in Mühlhausen, in der Spielstätte Kilianikirche, Premiere und wird seit dem immer wieder vor ausverkauftem Haus gezeigt. Erstmals gastiert die Theaterwerkstatt mit „Der Name der Rose“ in Bad Langensalza. Die Vorstellung beginnt am Samstag, 16. Mai, um 20 Uhr. Karten (acht und sechs Euro) gibt es im Vorverkauf im Stadtmuseum.der-name-der-rose-2

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