Eingetaucht in 1001 Nacht

Posted by on 24. März 2009
Der Hüpstedter Ralf Klement nahm als einziger Thüringer an einem Kultur-Symposium im Oman teil

Das Sultanat Oman war für neun Tage Arbeitsort des Hüpstedter Künstlers Ralf Klement. Zusammen mit zwanzig weiteren Künstlern aus Deutschland, Italien, Kuweit und dem Oman nahm er an dem internationalen Symposium „Dialog der Identitäten“ teil. Von einer „wunderbaren Geschichte wie aus tausend und einer Nacht“ schwärmt Klement über die Begegnungen und Gastfreundschaft.

HPSTEDT.
Es war einmal… An die orientalische Erzählkunst und unerschöpfliche Phantasie der schönen Scheherazade fühlte sich Ralf Klement erinnert, als er im Oman ankam. Sechs Flugstunden von Frankfurt entfernt lernte er stolze Menschen und eine atemberaubende Landschaft kennen. Er erlebte die Freundlichkeit, Offenheit und großer innere Ruhe, mit denen die Menschen im Land ihn, den Fremden, willkommen hießen. Klement nahm vom 2. bis 9. März an dem internationalen Symposium „Dialog der Identitäten“ teil, zu dem der Verein „European Artists“ und die Deutsche Botschaft im Oman eingeladen hatten.
Neun schaffensreiche Tage verlangte das Symposium den Künstlern ab. Von den frühen Morgenstunden bis in den Abend hinein wurde gezeichnet, gemalt, gesägt, geformt und gestaltet. Omanische Tageszeitungen und Fernsehsender räumten diesem Symposium viel Platz in ihrer Berichterstattung ein. „Von so viel öffentlicher Aufmerksamkeit waren wir alle hochmotiviert“, erzählt der Hüpstedter. Vier Skulpturen, zehn Bilder und zwanzig Zeichnungen hat er in den neun Tagen geschaffen. Das Prachtstück von ihm ist ein hölzerne Möhrentisch. Aus einem Stück sägte er diese Skulptur, die vom omanischen Außenminister Sayyid Badr bin Hamad Al-Busaidi hoch gelobt wurde. „Kunst belebt, weckt Menschen auf, stößt an, vermittelt eine neue Sichtweise“, heißt es auch von Karola Teschler, der Präsidentin des Vereins „European Artists“. Wichtig für sie zudem: „Dieses Symposium hat uns neue Wege zu Freundschaften und gegenseitigem Verständnis im kulturellen Austausch aufgezeigt“. Als ein „besonders gelungenes Beispiel für den kulturellen Dialog“ würdigt der deutsche Botschafter im Oman, Klaus Geyer, das Symposium. Geyer sieht den Kulturaustausch als einen der „nobelsten, gleichzeitig aber auch am schwierigsten zu realisierenden Aktivitäten einer Botschaft“.
Für reichen Kulturaustausch hat das Symposium gesorgt: Sechs Botschafter eröffneten in Maskat am Ende des letzten Arbeitstages die Ausstellung, die in den nächsten Wochen die Arbeiten der Künstlerinnen und Künstler mit indischem, kuweitischem, italienischem und türkischem Hintergrund zeigen.
Ralf Klement bleiben die Fotos dieses Symposiums als Erinnerung und neue Kontakte zu den Künstlerkollegen. Nach Hause gekommen ist er mit dem Eindruck, dass moderne Kunst an diesem östlichen Rand der Arabischen Halbinsel einen „unglaublichen Stellenwert“ hat. Wenigstens einen Bruchteil dieser gesellschaftlichen Anerkennung wünschte er sich in hiesiger Region.

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