Klement’sche Karotte in Indien

19. Januar 2012

Künstler aus Dachrieden war Teilnehmer eines großen internationalen Symposiums

 

Hüpstedt. Er arbeitete schon in Frankreich und Italien, in England und in Ungarn. Mehrmals war er als Künstler zu Gast im Oman. Jetzt war der Hüpstedter Ralf Klement in Gulbarga, einer mehr als 530000 Einwohner zählende Metropole im südindischen Bundesstaat Karnataka. Dort nahm der Bildhauer als einer von zwei Deutschen an einem internationalen Symposium teil, dem „International Sculpture & Painting Symposium“. 80 Künstler aus Europa und Indien hatten drei Wochen Zeit, ihre Ideen in zeitgenössische Kunst umzusetzen. Von den Einwohnern viel besuchtes Freiluftatelier war dabei ein gerade neu entstehender Campus. Die Skulpturen dieses internationalen Symposiums sollen als Kunst am Bau künftig das Hochschulgelände verschönen.

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Die Stadt und ein alter neuer Name

17. Januar 2012

Während des Jahrsempfangs der Linken ging es auch um neues Denken über Thomas Müntzer

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. Es sei für sie durchaus vorstellbar, dass Mühlhausen wieder den Zusatznamen “Thomas-Müntzer-Stadt“ trage, den die Stadt kurz nach der politischen Wende als ideologische Altlast abgeworfen hat. Das sagte Lukrezia Jochimsen, die kulturpolitische Sprecherin der Linke-Bundestagsfraktion. Sie war Gast während des Neujahrsempfangs der Linken im Unstrut-Hainich-Kreis (unsere Zeitung berichtete).

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Drei sind zwei zu viel

17. Januar 2012

Premiere im 3K-Haus: Begeisterter Applaus für Boulevardkomödie „Boeing Boeing“

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. Für den smarten Bernard (sehr schön gespielt von Martel Peacock) wird guter Rat teuer. Sein bis jetzt gut koordiniertes Liebesleben zwischen Start und Landung mit gleich drei internationalen Verlobten gerät mit diversen Flugplanänderungen in kräftige Turbulenzen. Seine drei Liebsten – die französische Stewardess Jaqueline (Johanna Engelhardt), die amerikanische Stewardess Janet (Marie-Luisa Marschall) und die Schweizer Kollegin Judith (Eva Hahn) – treffen außerplanmäßig im schicken Pariser Liebesnest ein. Während sich die überaus sympathischen, attraktiven und reizenden Damen auf zusätzliche Schmusestunden freuen, wird für den polygamen Casanova die Situation immer brenzliger. Sein unverhofft eingetroffener Schulfreund Robert (einfach köstlich: Ralf Bube) springt zwar nach besten Kräften ein, doch die Katastrophe scheint nicht mehr aufhaltbar. Schließlich kommt während des großen Finales im Handumdrehen alles anders als gedacht und alle werden glücklich. Selbst der Held Bernard, für den eine Ehe ein Auslaufmodell ist, muss einsehen, dass drei Verlobte auf Dauer zwei zu viel sind und sein vermeintlich idealer Lebensentwurf gescheitert ist.

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Turbulenzen im Liebesleben

15. Januar 2012

In der Mühlhäuser 3K-Theaterwerkstatt feiert heute die Boulevardkomödie „Boeing Boeing“ Premiere.

Veränderte Flugpläne und drei Verlobte auf einmal bringen einen polygamen Casanova ordentlich ins Schwitzen

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. Dieser Bernard (Martel Peacock) ist ein toller Typ: ein smarter und gutsituierter Architekt im allerbesten Alter. Er lebt in einem eleganten Appartement mitten in Paris. Bernard ist ein richtiger Frauenheld, aber vor allem ein Verfechter der männlichen Emanzipation. Die Ehe hält er für ein Auslaufmodell. Eine solche Verbindung taugt seiner Meinung nach nur noch für die Steuer. Der Mann – und vor allem er – sei von Natur aus ein polygames Wesen.

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Die Regie lag in vielen Händen

15. Januar 2012

3K-Spielleiter Bernhard Ohnesorge: „Da hat die ganze Jugendgruppe mitgearbeitet“

Mit der Premiere der Boulevardkomödie „Boeing Boeing“, aufgeführt durch die 3K-Jugendgruppe, beginnt die Theaterwerkstatt das neue Jahr. In der Inszenierung dreht sich alles um Lust, Liebe und Leidenschaft. Dabei geht es mehr als überdreht-turbulent zu. Es gibt auch akrobatische Momente. Regisseur für diese 3K-Inszenierung will aber niemand sein. Warum eigentlich nicht? Das wollte Iris Henning von Spielleiter Bernhard Ohnesorge wissen.

Sie behaupten, es gibt keinen Regisseur für diese Inszenierung. Wie kam denn das Stück zustande?

Durch disziplinierte Theaterproben, bei denen wir aber jede Menge Spaß hatten. Und, es stimmt: Es gibt keinen Regisseur, eine Spielleitung dagegen schon.  Als Spielleiter versuche ich, möglichst viele Ideen bei den Spielern zu wecken. Es ist wichtig, dass die Jugendlichen das Stück mitgestalten, dass jeder Spieler voll hinter seiner Rolle steht, jeder das Gefühl hat „Das ist genau mein Ding“. Manchmal habe ich auf meinem Regiestuhl gesessen und habe gedacht „Das ist einfach toll, wie die ihre Rollen spielen“.

Man sagt, dass viele Köche den Brei verderben.

Hier ist mit Sicherheit nichts verdorben. Im Gegenteil. Weil alle Spieler auch Regisseure waren, ist „Boeing Boeing“ eine köstliche Inszenierung geworden. Eine Vorpremiere gab es bereits zu Silvester. Das Publikum war begeistert.

Ihre Spieler trauen sich auch was. So beginnt das komödiantische Spiel  mit dem Auftritt eines nackten Mannes auf der Bühne. Hatten Sie da Bedenken?

Ganz Kleine am Anfang. Aber mit Rücksichtnahme auf alle empfindlichen Seelen: Unser Held ist   nicht wirklich nackt zu sehen, so geschickt dreht und wendet er sich. Und er agiert auch nicht allein auf der Bühne. In dieser Szene lenkt das  Hausmädchen Berthe, eine Frau im reiferen Alter, ebenfalls die Aufmerksamkeit des Publikums auf sich.

Was gibt es als Nächstes auf der 3K-Bühne zu sehen?

Einen festlich grotesken Schlagabtausch menschlicher Befindlichkeiten in dem Stück „Der Ball“. Das ist ebenfalls eine Inszenierung der 3K-Jugendgruppe. Premierentermin ist der 25. Februar.

Bibliothekspreis wird begehrt

15. Januar 2012

Die Mühlhäuser Stadtbibliothek in der Jakobikirche gilt als die schönste in ganz Thüringen.

Im nächsten Jahr will sich der Büchertempel um den Thüringer Bibliothekspreis bewerben

 

Von Iris Henning

Mühlhausen. „Unsere Bibliothek hat das Zeug, einen Preis zu gewinnen. Sie ist nicht nur Stätte für lesefreudige Menschen. Sie hat ein beispielgebendes Konzept und hat sich zudem zu einer beliebten kulturellen Bühne entwickelt“, räumt der Beigeordnete Johannes Bruns (SPD) der Bibliothek gute Chancen für einen Preis ein.

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Festival der Bilder

11. Januar 2012

Mühlhausen. „Lichtbildzeit“ heißt ein neues Projekt unter dem Dach des Vereins 3K. Dieses soll zu einem Podium für Lichtbildfreunde aus der Region aufgebaut werden und das kulturelle Angebot in der Stadt bereichern. „Lichtbildzeit“ will Menschen, die gern fotografieren, innerhalb des Festivals die Möglichkeit geben, selbst Lichtbildvorträge zu zeigen. Zum anderen sollen spannenden Profi-Vorträge das Publikum begeistern. An dem ersten Festival der Kurzvorträge können sich alle beteiligen, die gute Bilder zu einem interessanten Thema haben und gern öffentlich zeigen wollen. Dabei ist das Thema nicht eingeschränkt. Reiseerlebnisse, Populärwissenschaftliches, Hobby, Porträt … alles ist möglich. Die einzigen Bedingungen sind, dass die Vorführung maximal 15 Minuten lang ist und live vorgetragen wird.

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In der Rosenstadt blüht nicht nur Florales

11. Januar 2012

Galeriespaziergang Ein berühmtes Pflaster für avantgardistische zeitgenössische Kunst ist der Unstrut-Hainich-Kreis nicht.

Doch es gibt eine Vielzahl an kleinen Galerien. Einige stellen wir vor. Heute: die Galerie im Schloss Dryburg

 

Von Iris Henning

Bad Langensalza. Was dem einen seine Eule, ist dem anderen seine Nachtigall. Zunehmend ungeliebt fühlte sich die Galerie des Vereins Kunstwestthüringer in Mühlhausen. Nicht nur, dass die Stadt sich außerstande sah, der seit 20 Jahren tätigen regionalen Künstlervereinigung ihre Ausstellungsräume zu erhalten. Auch kaum einer der Stadträte oder der Rathausprominenz zeigte je als Gast sein Interesse an der Galerie.

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Die Wichtigkeit der Aufgaben

11. Januar 2012

n der Tagesförderstätte der Mühlhäuser Werkstätten sind manches Mal überraschende Talente zu entdecken.

Menschen mit Behinderungen bekommen die Chance auf freie Entfaltung ihrer Persönlichkeit

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. Mary Lohfink sitzt am Tisch. Konzentriert drückt sie mit ihren Fingern den geschmeidigen Ton in eine Form. Vielleicht wird aus dem Ton später mal eine Schüssel oder eine Lichtkugel. Das weiß Mary noch nicht. Die junge Frau gehört zur Töpfergruppe in der Tagesförderstätte der Mühlhäuser Werkstätten. Genauso wie Nico Hohlbein. Der Jugendliche hat einen großen Pinsel in der Hand. Mit dickem Strich bringt er rote Farbe auf das Papierblatt. Bei jedem gelungene Strich lacht er vor Freude. Nico lacht oft. Er ist ein freundlicher junger Mann.

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Schüler zeigen Kunst in kleinen Kisten

6. Januar 2012

Eine Jury ist gerade dabei, aus den Wettbewerbsbeiträgen die Besten auszuwählen

 

Mühlhausen. Kleine Kisten wurden zu zeitgenössischen Kunstwerken. Jede zeigt eine fiktive Szene aus dem Zeitgeschehen. Zu sehen ist diese Ausstellung „Kunst in Boxen“ derzeit im Sparkassenhaus am Untermarkt. Die insgesamt 53 Kunstwerke sind Arbeiten von Jugendlichen aus 13 Schulen des Landkreises. Sie beteiligten sich damit an einem Schülerwettbewerb der Sparkasse Unstrut-Hainich. Die Petrischüler zeigen beispielsweise eine Kunstkiste zum Thema „Ein Stückchen Liebe ist mehr wert als ein Sack voll Gold“. Mehr als 20 Schüler waren an der Gestaltung dieser Kunstbox beteiligt.

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Hilfe im schweren Alltag

6. Januar 2012

Die ambulanten Dienste der Werkstätten für Behinderte unterstützen Menschen mit Behinderungen und deren Familien.

Etwa 60 Frauen und Männer werden von den Mitarbeiterinnen des familienentlastendenen Dienstes betreut.

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. Oliver *) sitzt am Tisch. Der hochgewachsene schlanke junge Mann spielt Karten. Das Spiel ist geeignet für Kinder ab fünf. Der 32-jährige Oliver gewinnt. Er klatscht in die Hände, hüpft vom Stuhl, führt ein ungelenkes Freudentänzchen auf und ist ganz aus dem Häuschen.

Oliver ist anders als die meisten Menschen. Er muss mit mehreren körperlichen und geistigen Behinderungen leben. Die hat er von Geburt an. Die Erziehung fiel schwer. Der Junge zeigte teilweise ein äußerst aggressives Verhalten. Aus heiterem Himmel konnte er jähzornig werden und um sich schlagen. Die damals noch jungen Eltern trauten sich mit ihm kaum mehr hinaus und noch weniger trauten sie sich, auszugehen, um einen unbeschwerten Abend beim Tanzen zu verbringen, wie es die meisten ihrer Freunde an den Wochenenden taten.

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Ausstellung nun in Böblingen

6. Januar 2012

Kooperationsprojekt zweier Baurenkriegsmuseen

 

Böblingen. Vom 15. Januar bis 18. März wird im Deutschen Bauernkriegsmuseum Böblingen „Sichtungen & Einblicke“ gezeigt. Diese Ausstellung, die bereits in Mühlhausen zu sehen war, ist ein Kooperationsprojekt der Baurenkriegsmuseen in Böblingen und Mühlhausen. Sie dokumentiert die künstlerische Rezeption von Reformation und Bauerkrieg im geteilten Deutschland.

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Eine harte Tour gegangen

3. Januar 2012

Ein Malermeister pilgerte mit seiner Hündin 600 Kilometer des Jakobsweges und hielt seine Erfahrungen in einem Buch fest

Burghard Pohl stellte seine Reise jetzt in einem Unstrut-Hainich-Dorf vor, dass er ebenfalls als Pilger entdeckt hat

 

Von Iris Henning

Dachrieden. Es hat sich so gefügt. Eines Tages stand der Entschluss, mit seiner Hündin Kira und seinem Freund Willi die Pilgerreise auf dem Jakobsweg bis nach Santiago de Compostella anzutreten. Der selbstständige Malermeister Burghard Pohl aus Voerde (Niederrhein) nahm sich eine sechswöchige Pause vom Arbeitsleben, packte seinen Rucksack, nahm sein Zelt und fuhr mit seinem kleinen Firmenwagen zum Ausgangspunkt der Tour, in das französische St. Jean Pied de Port.

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Fremdgehen und Rosengrüße

3. Januar 2012

Die Kulturschaffenden im Landkreis ziehen mit ungebremstem Engagement in das neue Jahr.

Immer mehr Menschen wollen zum helfenden Kreis der Museumsfreunde gehören

Von Iris Henning

Mühlhausen. Die Mühlhäuser Museen wollen fremd gehen, die Freunde der Mühlhäuser Museen arbeiten am weiteren Zuwachs und schmieden Pläne, die Mühlhäuser Schauspieler gehen es lustig an, die darstellenden Künstler des Kunstwestthüringers versuchen den Start ins neue Jahr mit Blumen und im Kulturbund wird ein neue wissenschaftliche Fachgruppe gegründet.

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Sinnbild für Konflikte

31. Dezember 2011

Die Erdkröte ist der Froschlurch des Jahres 2012

 

Hainich. Sie sind bräunlich-grau, etwa 8 bis 12 Zentimeter lang und besitzen eine warzige, trockene Haut und große, paarige Ohrdrüsen. In der Märchenwelt sind sie verwunschene Prinzen oder Prinzessinnen. In der richtigen Welt gelten sie im Allgemeinen nicht als sonderliche Schönheiten.

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