Hainich

Wer ist Hainich?

HainichUnd wenn ja, wo wohnt er? Also der Hainich ist kein Hainrich ohne „r“. Aber so einen Druckfehler soll es in einer Zeitung schon einmal gegeben haben. Der Hainich, an dessen Rand meine kleine Redaktionsstube ihre Adresse hat, ist ein Stück zauberhafte, manchmal etwas verträumte Landschaft, im Frühjahr voller Blütenträume und im Herbst voll von Blätterrascheln und melancholischen Nebelschwaden. Künstler lassen sich vom Zauber des Hainichs gern inspirieren. Roland Köhler, Bildhauer und Fotograf aus Köln, kommt mehrmals im Jahr, um mit seiner Kamera den mystischen Zauber einzufangen. Naturfotograf Ralf Weise hat dem Hainich ein ganzes Buch gewidmet.

Bild des Monats von Naturfotograf Ralf Weise

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BUCHTIPP

Faszinierende Bilderreise

Buch-Debüt von Ralf Weise: Naturimpressionen aus dem Hainich und dem Werratal im Jahresverlauf

Eine wunderbare Bilderreise durch den Hainich und das Werratal ist der Bildband „Naturimpressionen im Jahresverlauf“ des Naturfotografen Ralf Weise. Der Autor lebt selbst in dieser Region in der Mitte Deutschlands und hat mit seiner Kamera die Reize der Landschaft im Wechsel der Jahreszeiten festgehalten.

Von Iris HENNING

HAINICH.

Die Vielfalt und Schönheit der Region, die der Naturfotograf auf 128 Seiten mit zauberhaften Bildern und erläuternden Texten vorstellt, kann selbst wandererprobte Einheimische noch überraschen und herausfordern, die Wanderschuhe anzuziehen, um diese Hainich-Werratal-Welt zu entdecken. Der Bildband stellt die Region aus einer bemerkenswerten Sicht vor. So trifft man sich unverhofft Auge in Auge mit einer Erdkröte, begegnet einem schwirrenden Wollschweber, einer Bache mit Frischling, der seltenen Gelbbauchunke und einer spektakulären, bunten Insektenwelt ebenso wie scheinbar von Künstlerhand in Szene gesetzte Landschaften. Man begegnet faltenreichen Baum-Methusalems, üppigen Blütenteppichen, balzenden Blessrallen, Zähne zeigenden Fledermäusen und kulturhistorisch interessanten Bauwerken wie der Burg Normannstein, der Werrabrücke mit Liboriuskapelle, dem Grenzhaus Heyerode oder der Burgruine Haineck bei Nazza. Und – natürlich – fehlt der dreizehnte Nationalpark Deutschlands, der Nationalpark Hainich, nicht.

Ein Text- und Serviceteil mit Informationen über die Region, die Tier- und Pflanzenwelt, Ausflugsziele, Tourismusverbände und eine �bersichtskarte, wo was zu finden ist, wird besonders den Gästen, die den Hainich und das Werratal besuchen, eine wertvolle Hilfe sein.

Buchautor Ralf Weise ist Mitglied in der Gesellschaft Deutscher Tierfotografen (GDT). Sein jetzt herausgegebener Bildband im Leineneinband und illustrativem Schutzumschlag kostet 19.90 Euro und kann direkt per E-Mail bestellt werden: info@naturfoto-weise.de.

Naturimpressionen im Jahresverlauf Hainich-Werratal (ISBN 978-3-00-019265-4) ist im Eigenverlag Natur- & Landschaftsfotografie R. Weise erschienen.

Was gibt’s denn noch hier?

3KJede Menge. Der Unstrut-Hainich-Kreis ist nicht nur eine verführerische Naturlandschaft im Nordwesten Thüringens abseits vom Massentourismus. Der Landkreis hat auch seine kulturellen Reize. Besonders in den letzten zwei Jahrzehnten hat sich eine vielseitige Kunstszene entwickelt. �ber dreißig Künstler haben sich im Verein „Kunstwestthüringer“ zusammengeschlossen. Eindrücke aus der regionalen Kunst vermitteln zum Beispiel die Galerie Zimmer am Stadtberg, die Galerie Thoms am Steinweg und das Kunsthaus an der Felchtaer Straße – alle in der Kreisstadt Mühlhausen. Immer wieder ein guter Tipp sind die Mühlhäuser Museen mit ihren fünf Objekten: Museum am Lindenbühl, Kornmarktkirche, Marienkirche, Museumsgalerie Allerheiligenkirche und der historischen Stadtmauer. Ein besonderes Zentrum für darstellende Kunst ist die Theaterwerkstatt 3K in der Kilianikirche.



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