Hoffnung für Sanierung der Emporebilder

Posted by on 28. Dezember 2013

Stiftung Westthüringen unterstützt mit 500 Euro die dringend notwendige Schönheitskur

Von Iris Henning

Mühlhausen. Einen Scheck in Höhe von 500 Euro überreichten jetzt Thomas Diwo und Guido Kunze von der Stiftung Westthüringen an den Leiter der 3K-Spielstätte Kilanikirche, Bernhard Ohnesorge. Das Geld fließt in die Kilianistiftung und ist zweckgebunden für die Sanierung der Emporebilder. Ohnesorge, der just an diesem Tag seinen 69. Geburtstag feierte, zeigte sich überglücklich. Es sei mit das schönste Geburtstagsgeschenk, das man ihm

machen konnte, sagte er, denn die Sanierung der wertvollen Bilder sei schon lange ein Herzenswunsch von ihm. „Ich möchte, dass die Emporebilder wieder ihren einstigen Glanz zurück bekommen. Ich möchte sie in dem Zustand in der heutigen Spielstätte haben, wie sie einst im 18. Jahrhundert ausgesehen haben“, sagte er.

Spendenübergabe

Ein glücklicher Moment für 3K-Spielleiter Bernhard Ohnesorge (M.). 500 Euro bekam er von Thomas Diwo (l.) und Guido Kunze für die Sanierung der Emporebilder. Foto: Sixtus Riedel

Die 500 Euro legen den Grundstock für die etwa 3000 Euro teure Sanierung. Ohnesorge hofft, die Differenz noch bis zum nächsten Jahr zusammen zu bekommen.

In die Kirche St. Kiliani, die seit sieben Jahren Spielstätte des Kulturvereins 3K ist, sind

die barocken Emporebilder erst vor zwei Jahren zurückgekehrt. Jahrelang fristeten sie in ihrer dringenden Renovierungsbedürftigkeit unbeachtet dahin. Vermutlich wären sie damals in Vergessenheit geraten, wenn 3K-Spielleiter Bernhard Ohnesorge nicht damals, anlässlich seines 66. Geburtstages, einen besonderen Wunsch geäußert hätte. „Ich besitze alles, was ich brauche – würde mich aber über eine Spende freuen, denn diese soll der Grundstock sein, die Emporebilder zum 5-jährigen Bestehen der Spielstätte Kilianikirche restauriert an ihren Ursprungsort zurückzubringen“, bat er in jenem Jahr seine Gäste. So kam das Geld zusammen für ein Erste-Hilfe-Paket für die Bilder auf Holz, in denen sich schon der Holzwurm eingerichtet hatte.

Die Bedeutung der Emporebilder hob auch schon der Mühlhäuser Pfarrer Dirk Vogel in einer biblisch-theologischen Bewertung hervor. Die Bildtafeln stellten Szenen aus der biblischen Wirkungsgeschichte Jesu dar und seien an sich eine Bild-Predigt, erklärte er. Unklar sei dagegen, wer der Maler dieser barocken Malerei war. Gemutmaßt wird unter anderem, dass es der Mühlhäuser Kunstmaler Hermann Bauer gewesen sein könnte.

Auf das künftige Aussehen der Bilder nach der Sanierung sind auch Kunze und Diwo neugierig. „Sie werden bestimmt wunderschön“, meinte Kunze und sieht die Spende, die innerhalb der Aktion „Gesicht zeigen“ übergeben wurde, sehr gut angelegt.

 

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