Westthüringer Kultursalon gab seinen Einstand

Posted by on 22. Oktober 2013

Ausverkaufte Premiere mit Lesung von Sergej Lochthofen

Von Iris Henning

Mühlhausen. Eine neue Veranstaltungsreihe hatte am Mittwochabend in der Stadtbibliothek Jakobikirche Premiere: der Westthüringer Kultursalon. „Innerhalb dieser Reihe wollen wir das kulturelle Angebot in Mühlhausen um Lesungen, Konzerte und Kleinkunstabende bereichern“, sagte Bibliotheksleiter Peter Rink, einer der Organisatoren des Westthüringer Kultursalons in der voll besetzten Kirchenhalle.

Ebenfalls mit im Kultursalon sitzt der Mühlhäuser Kulturbund. „Eine wunderbare Sache, mit gemeinsamem Engagement die Region zu stärken“, äußerte sich Kulturbund-Chefin Martina Sellmann. Ein herzliches Dankeschön richtete sie an die VR Bank Westthüringen aus, die den Impuls für den Westthüringer Kultursalon setzte und diese Veranstaltungsreihe finanziell unterstützt.

Eröffnet wurde Abend durch VR-Bank-Vorstand Ralf Schomburg. „Wir sind gern Partner, wenn es darum geht, unsere Region auch kulturell zu stärken“, sagte er. Jährlich sollen in der Stadtbibliothek Jakobikirche etwa zehn bis zwölf Kleinkunstabende unter der Flagge „Westthüringer Kultursalon“ angeboten werden. Gast im ersten Westthüringer Kultursalon war der Autor und Journalist Sergej Lochthofen. Er las aus seinem Buch „Schwarzes Eis“.

Geboren 1953 in Workuta (Russland), kam Sergej Lochthofen als Fünfjähriger mit den Eltern in die DDR, wo er eine russische Schule besuchte; er studierte Kunst auf der Krim und Journalistik in Leipzig. Von 1990 bis Ende 2009 verantwortete er die Zeitung Thüringer Allgemeine. Das Medium-Magazin wählte ihn zum regionalen «Chefredakteur des Jahres»; Fernsehzuschauer kennen ihn als Stimme des Ostens im ARD-Presseclub oder in der Phoenix-Runde.

Zum Buch: Es handelt von einem Mann, der in den blutigen politischen Glaubenskämpfen des 20. Jahrhunderts seinen Idealen treu bleibt, obwohl sie ihn fast das Leben kosten. Mit Erfindungsreichtum, Humor und der Hilfe des Zufalls kommt Lorenz Lochthofen durch – ohne zu verbittern. Schicksalsschläge und unerklärliche Wendungen, Liebe und Verlust, Aufbruch und Enttäuschung, Willkür und Grausamkeit: Sergej Lochthofen erzählt das Leben seines Vaters wie einen packenden, tatsachengestützten Roman – einen Lebensroman.

Der Termin für die nächste Veranstaltung innerhalb des Westthüringer Kultursalons steht bereits fest: „Ganz schön frech“, heißt es am Freitagabend, 25. Oktober, um 19.30 Uhr in der Jakobikirche. Zu Gast sind der Konzertpianist Clemens Kröger und der Schauspieler Michael Ransburg. Letzterer spielte unter anderem schon am Wiener Burgtheater und beherrscht sicherlich den für die Kreisler-Lieder nötigen „Wiener Schmäh“. Das Duo hat für sein Programm Texte und Lieder des großen Provokateurs Bert Brecht und des boshaften Kabarettisten Georg Kreisler ausgewählt, bei denen es nicht immer jugendfrei, aber stets vergnüglich zugeht. Karten dafür gibt es bereits im Pressehaus am Steinweg 88 sowie in der Tourist-Information

 DIASCHAU

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