Salza-Johanniter zählen zu den Besten

Posted by on 21. Juni 2013

Ersthelfer-Team belegte bei der bundesweiten „Olympiade der Retter“ den sechsten Platz

Von Iris Henning

Bad Langensalza. Die Johanniter-Schulsanitäter des Salza-Gymnasiums gehören zu den Besten der Republik. So belegte das siebenköpfige Ersthelfer-Team jetzt bei dem Bundeswettbewerb „Olympiade der Retter“ in der Donau-Arena in Regensburg einen beachtlichen sechsten Platz. „Wir sind ganz knapp an einem Platz auf dem Siegerpodium vorbeigeschrammt. Nur drei Punkte haben uns gefehlt“, sagte Tobias Eichholz. Der 18-Jährige Abiturient am Salza-Gymnasium ist Regionaljugendleiter vom Regionalverband Westthüringen und führte die Johanniter des Salza-Gymnasiums bereits mehrfach in die Spitzenposition. So wurde das Bad Langensalzaer Team bereits vier Mal hintereinander Landessieger und qualifizierten sich damit jedes Mal zum Bundeswettbewerb. Während jeder Bundes-Olympiade kamen sie stets unter die zehn Besten, einmal reichte es für den dritten Platz auf dem Siegertreppchen. „Wir sind unheimlich stolz au f unsere Johanniter“, beglückwünschte die stellvertretende Schulleiterin Cornelia Eisenkolb die Lebensretter zum wiederholten guten Ergebnis.

Am diesjährigen Bundeswettbewerb „Olympiade der Retter“ nahmen etwa 1.500 Johanniter teil, darunter die vier besten Ersthelfer-Teams der Johanniter aus Sachsen-Anhalt und Thüringen, um ihre Leistungsfähigkeit unter Beweis zu stellen. Sie verwandelten die Donau-Arena für ein Wochenende in einen Schauplatz verschiedenster Unfallszenarien. Tobias Eichholz beschreibt die Szenen so: „Die Praxisbeispiele mit täuschend echten Darstellern an den Stationen haben verschiedene Schwierigkeitsstufen und werden von Helfern im Grundschulalter bis hin zu den Profi-Rettern im Rettungsdienst gelöst. Die Aufgaben reichen vom schnellen Erkennen von Verletzungen, Erkennen akuter Krankheitsbilder, die Herz-Lungen-Wiederbelebung sowie Lagerung und Transport von Verletzten.“ Ein theoretischer Test ergänzt die Olympiade.

„Wir waren sehr gut vorbereitet“, sagte Tobias Eichholz. Bereits im April fuhr die Mannschaft, die aus jugendlichen zwischen 13 und 16 Jahren besteht, in ein Trainingscamp, um ihr Erste-Hilfe-Wissen zu mehren, die richtigen Handgriffe zu trainieren und ihren Teamgeist zu beschwören.

Seit September 1999 gibt es das Johanniter-Team am Salza-Gymnasium. Es trifft sich dort einmal Mal in der Woche zum Trainieren und Spaß haben. „Die Johanniter-Jugend ist offen für alle Kinder und Jugendlichen und bietet eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung. Nicht nur die Gemeinschaft und der Spaß stehen im Vordergrund, sondern auch die Motivation, anderen Menschen helfen zu können und sich gegenseitig zu unterstützen“, heißt es vom Landesverband der Johanniter-Unfall-Hilfe.

Tobias Eichholz wird allerdings ab nächstem Schuljahr nicht mehr Schüler des Gymnasiums sein. Nach den Sommerferien wird er sein Studium der Wirtschaftswissenschaften beginnen. Nachfolge für ihn wird Pauline Schröder antreten, die dann die zehnte Klasse besucht. „Aber den Johannitern bleibe ich weiterhin verbunden“, verspricht der Jugendliche.

 

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