Heiteres Kuddelmuddel mit viel Gesang

Posted by on 22. Mai 2013

Premiere auf der Mühlhäuser 3K-Bühne: „Dora Rose erinnert sich an Dornröschen“

Von Iris Henning

Mühlhausen. Sie heißt Dora Rose (gespielt von Diana Floetenmeyer), hat einst als Biologielehrerin gearbeitet und einige Jahrzehnte lang auf der Bühne gestanden und von den Brettern, die die Welt bedeuten, geträumt. Heute ist Dora Rose nur noch eins: einsam. Ihre Einsamkeit verdrängt sie durch Singen, Betrachten alter Fotos und Schwelgen in Erinnerungen. Ach ja, das waren noch Zeiten, damals.

Premiere im 3K - Dora Rose

Diana Floetenmeyer gibt die Dora Rose und weitere sechs Rollen, Sebastian Gabriel mimt nicht nur den Postboten, sondern macht auch als König eine gute Figur. Foto: Iris Henning

Es dauert nicht lange, dann singt und spielt sich die schrullige und alternde Dame mitten in ihrer Küche in eine andere Welt, in die Märchenwelt von Dornröschen, diesem schönen Kind. Und mitten hinein in ihr Werk aus Fantasie und Spiel zieht sie den Postboten (Sebastian Gabriel), der eigentlich nur ein Paket abgeben wollte. Doch plötzlich ist er ein Storch, dann der König, der Prinz, spielt die Rolle von elf guten Feen und einer bösen Fee und die des Küchenjungen, der so gern nascht und dafür dann eins auf die Mütze kriegt. Aber auch unsere Bio-Lehrerin entpuppt sich schnell als Multi-Spielerin. Aus Dora Rose wird die Königin, ein Frosch, das Dornröschen, die zwölfte Fee und für kurze Zeit auch ein alter Mann. So haben die zwei Akteure nicht nur zwei, sondern viele Gesichter und wenn die nicht mehr ausreichen, müssen Puppen und Gießkannen ran. Sie alle gestalten ein wundersames, humorvolles Kuddelmuddel auf der Bühne, während dem alte und neue Kinderlieder fröhlich geträllert werden, an die man sich gar zu gern selbst erinnert, etwa wenn der Mops in die Küche kommt oder die Fliege über den Schinken humpeln muss. Spätestens da möchte man am liebsten mitsingen. Was man auch darf in dieser Vorstellung. Dora Rose würde sich jedenfalls darüber freuen, wie sie sagte.

Die Idee zu dieser Geschichte frei nach dem Märchen der Gebrüder Grimm hatten übrigens Diana Floetenmeyer und 3K-Spielleiter Bernhard Ohnesorge. Letzterer führte dann auch die Regie über das Stück, von dem er hofft, dass es ein generationsübergreifendes Publikum begeistern kann.

Premiere hat „Dora Rose erinnert sich an Dornröschen“ am Freitag, 24. Mai, 19 Uhr, in der 3K Spielstätte, Unter der Linde 7. Weitere Vorstellungen stehen für den 26. Mai, 16 Uhr, den 28. und 29. Mai, jeweils um 10 Uhr, und den 29. Mai, um 19 Uhr auf dem Spielplan. Karten können reserviert werden unter Tel. (03601) 440937.

 

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