Vom kältesten Ort der Erde in die Hitze Australiens

Posted by on 15. April 2013

Ronald Prokein berichtete als Gast im TA-Cafe über eine außergewöhnliche Reise um die halbe Welt

Mühlhausen. Mit seiner Foto-Schau „Vom neu entdeckten Kältepol“ war der Rostocker Ronald Prokein jetzt Gast innerhalb der Reihe TA-Cafe in der Stadtbibliothek Jakobikirche. Im Gepäck hatte er Impressionen von seiner knapp 130 Tage dauernden Reise von seiner Heimatstadt zum kältesten Ort der Erde, um von dort aus und weiter bis nach Australien, zur heißesten Stadt dieses Kontinents, zu reisen. Etwa 25 000 Kilometer legten er und sein Freund Andy Winter in einem Lada Niva zurück.

Ende 2007 brachen die Freunde nach Ostsibirien auf. Ihr Ziel war das Dörfchen Jutschugej. Dort vergruben sie

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Ronald Prokein nahm sein Publikum mit auf eine außergewöhnliche Reise. Foto: Iris Henning

meteorologische Messgeräte. Prokein und Winter ahnten: Der kleine Ort könnte der kälteste bewohnte Punkt der Erde sein, noch kälter als Omjakon, der Ort, der mit seiner Tiefsttemperatur von -71,2°C zu eisigem Weltruhm erlangt hat. Aus der Vermutung wurde Gewissheit: In Jutschjugej lagen die Messwerte noch tiefer. Schade allerdings, dass das nicht im Bild belegt wurde.

Diese sibirische Kälte-Erfahrung reichte den Abenteurern bald. Sie brachen Richtung Süden auf. Durch die Mongolei, China, Vietnam, Laos, Thailand, Malaysia, Singapur tourten sie. Australien war der Sehnsuchtskontinent, um Marble Bar, den heißesten Ort kennenzulernen.

Ronald Prokeins Vortrag nahm in seinem Vortrag das Publikum mit auf eine außergewöhnliche Reise mit freundlichen und skurrilen Begegnungen, kleinen und größeren Pannen, klirrender Kälte und sengender Hitze.

Nächsten Gäste im TA-Cafe sind Ariana Burstein und Roberto Legnani. Sie geben am Mittwoch, 22. Mai, um 20 Uhr in der Stadtbiblitohek ein Konzert auf Cello und Gitarre. ih

 

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