Die Entdeckung des Kältepols

Posted by on 5. April 2013

Ronald Prokein berichtet im TA-Cafe über eine abenteuerlichen Reise

 

Mühlhausen. „Deutschland – Sibirien – China – Australien“ heißt es im nächsten TA-Cafe am kommenden Mittwoch, 10. April, 19.30 Uhr in der Stadtbibliothek Jakobikirche. Ronald Prokein ist zu Gast und versrpicht einen abenteuerlichen Lichtbild-Vortrag.

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Ronald Prokein machte sich auf die Suche nach dem kältesten Ort der Erde. Foto: privat

Mit einem Lada Niva ging es mit Partner Andy Winter nach Osten. Von ihrer Heimatstadt Rostock fuhren sie über Russland in die Mongolei, weiter mit unterschiedlichen Gefährten nach China, Vietnam, Laos, Thailand, Malaysia, Singapur bis Australien. Hauptmission: Aufbau zweier Wetterstationen in Jutschjugei (Nordostsibirien). Die meteorologischen Stationen sollten beweisen, dass die Region noch kälter ist als der offiziell kälteste bewohnte Ort der Welt: Oimjakon (-71,2 Grad Celsius – Guinness-Buch Rekord). Der geographische Endpunkt der Tour: Marble Bar (heißester Ort Australien).

Bei der Ankunft in Jutschjugei trafen Winter und Prokein einen alten Bekannten. Ihm mussten einen Monat zuvor seine erfrorenen Hände amputiert werden. Mit einem Motorschlitten war der

kleine Jakute namens Polikari bei -50 Grad Celsius im Eis eingebrochen und musste über 20 Kilometer in der Nacht nach Hause laufen.

In der Taiga verunfallte das Auto der Mecklenburger mehrfach und vereiste. Ein angetrunkener Ewene (Ureinwohner Sibiriens) hielt die beiden Abenteurer mit einem Beil in Schach. In der Mongolei mussten sie aufgrund bürokratischer Hürden den Lada und ihren mitgereisten Schäferhund Arthus zurücklassen. Winter und Prokein sprachen mit einem ehemaligen Vietnamkämpfer und begaben sich an alte Kriegsschauplätze. In Laos begegneten sie den freundlichsten Menschen der Reise. Ein Busfahrer bestahl Winter in Thailand im eigenen Bus.

Mit einem gekauften Toyota setzten sie die Tour in Australien fort. Bei 43 Grad Celsius im Schatten lief Prokein die letzten 100 Kilometer durch menschenleere Prärie, bis Marble Bar.

Schließlich bekamen die Rostocker Abenteuerer später durch den Wetterexperten Jörg Kachelmann die sensationelle Nachricht, dass in Jutschjugei noch tiefere Temperaturwerte gemessen wurden als in Oimjakon. Ein neuer Kältepol der Erde ist entdeckt.

Karten für den Lichtbild-Vortrag gibt es im Vorverkauf in der Tourist-Information, Ratsstraße. ih

 

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