Der Charme der alten Städte

Posted by on 5. April 2013

Mühlhausen und Bad Langensalza sind Gastgeber für Maler aus Deutschland und Österreich

von Iris Henning

Landkreis. Hoffentlich gibt es an diesem Wochenende wenigstens einen Hauch von Frühling. Wenigstens für Momente des Schauens und Empfindens. Seit gestern, noch bis Sonntag, sind etwa 20 Profi- und Hobbymaler aus ganz Deutschland und Österreich zu Gast im Landkreis, um die schönsten Seiten Mühlhausens und Bad Langensalzas im Bild festzuhalten. Die Künstler sind Teilnehmer des 3. Pleinair-Maler-Treffens. Eingeladen dazu hat die Mühlhäuser Künstlerin Kirsten Priebsch.

Ob die Sonne herauskommt oder nicht, warm anziehen heißt es auf jeden Fall. Die Prognosen des Wetterberichts sind seit Wochen alles andere als hoffnungsvoll. Dennoch wollen die 20 Gäste heute und morgen mit Staffelei und Farbpalette ihre Posten in den mittelalterlichen Städten beziehen, um den ureigensten Charme der alten Häuser und verwinkelten Gassen festzuhalten. Sie wollen in Mühlhausen auf die Holzstraße und die Antoniusmühle blicken, vom

Kirsten Priebsch

Kirsten Priebsch ist die Organisatorin des 3. Pleinair-Maler-Treffens. Etwa 20 Künstler aus Deutschland und Österreich werden erwartet. Foto: Iris Henning

Hohen Graben auf die Stadtmauer mit ihren Wehrtürmen und Lusthäuschen und in der Innenstadt die Umgebung der Kirche Divi Blasii nach malerischen Motiven absuchen. „Auch im alten Gerberviertel von Mühlhausen sind wir unterwegs“, sagt Kirsten Priebsch. Darauf freut sie sich besonders. Ein Höhepunkt des Pleinair-Maler-Treffens wird der Besuch der Gerberei in Mühlhausen und die Begegnung mit dem letzten Gerber Thüringens, Jürgen Stölcker, sein. Die historische Gerberei stammt aus dem Beginn des 20 Jahrhunderts, ebenso alt sind die meisten der Maschinen.

Besonders spannend für die Malfreunde dürfte der Aufstieg auf einen der Gerbertürme werden, von dem sich atemberaubend Blick über die Dächer der Innenstadt hinweg zu den vielen Mühlhäuser Kirchen bieten. „Das sind immer wieder wunderbare Motive für alle Städtemaler“, so Kirsten Priebsch. Ein Gerbereifest inmitten des alten Gerberviertels soll ein schöner Tagesabschluss werden.

Am dritten Tag des Pleinair-Maler-Treffens sind die Teilnehmer in Bad Langensalza unterwegs. In der Kur- und Rosenstadt wollen sie sich vom „Dreitürmeblick“, dem Friederikenschlösschen, dem Japanische Garten sowie von den viele kleinen Straßen und Gassen inspirieren lassen.

So werden die Künstler mit ihren künftigen Bildern auch zu touristischen Botschaftern aus dem Unstrut-Hainich-Land in ganz Deutschland und Österreich. Nämlich dann, wenn die Ergebnisse des Pleinair-Maler-Treffens in diesen oder jenen Ausstellungen zu sehen sein werden.

Gäste, die den Malern an diesem Wochenende bei ihrer künstlerischen Arbeit an der Staffelei über die Schultern schauen, sind willkommen. „Wir freuen uns immer über nette Begegnungen und Gespräche“, so die Organisatorin.

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