Mahnmal Grenzturm eröffnet

Posted by on 2. April 2013

Einstiges Zeichen für ein geteiltes Land ist seit 2008 Tourismusprojekt

Von Iris Henning

Wendehausen. Traditionell am Ostermontag wurde das Tourismusprojekt „Mahnmal Grenzturm“ in Wendehausen eröffnet. Guntram Montag, der Vorsitzende des ortsansässigen Heimatvereins, schloss die Tür zur Ausstellung im Grenzturm auf und begrüßte die erste Schar geschichtsinteressierter Gäste.

Das „Mahnmal Grenzturm“ an der früheren innerdeutschen Grenze in Thüringen will die Erinnerung an die früheren Grenzanlagen wach halten und auch nachfolgenden Generationen die Geschichte des Ortes aufzeigen, so Montag. Dieser an seinem Original-Standort erhaltene Grenzturm an der einstigen innerdeutschen Grenze ist ein ehemaliger Führungsturm der DDR-Grenztruppen. Er diente zur Überwachung der Sperranlagen und galt jahrzehntelang als Zeichen für ein geteiltes deutsches Land und eine schier unüberwindbare Grenze für die Menschen.

Seit Mai 2008 ist der Grenzturm ein kleines Museum, das von der Gemeinde Katharinenberg und dem Heimatverein Wendehausen betrieben wird. Nach Auskunft von Guntram Montag wird das Museum jährlich von etwa 1000 Gästen aus dem In- und Ausland besucht. Sie interessieren sich für die früheren Grenzanlagen und die Lebensbedingungen der Menschen im einstigen Sperrgebiet. Sachbezogene Text- und Bilddokumentationen geben darüber Auskunft. Zudem setzt das Museum den Todesopfern bei Fluchtversuchen in die Bundesrepublik Deutschland ein Denkmal. Thematisiert werden außerdem Zwangsumsiedlungen und Wüstungen in der Zeit der DDR. Reizvoll für die Besucher ist außerdem der Ausblick vom Grenzturm weit über den Hainich, bei klarem Wetter bis zur Wartburg und zum Inselsberg.

Mit Eröffnung der Saison 2013 wurden die bisherigen Dokumentationen über ein Stück regionale deutsch-deutsche Geschichte um einige interessante Dokumente über eine weitere Agentenschleuse aus den Archiven Behörde des Bundesbeauftragten (BStU) erweitert.

Geöffnet hat das kleine Grenzmuseum bis zum Tag der Deutschen Einheit, am 3. Oktober, jeweils Sonntags von 13 bis 17 Uhr. Ein Besuch ist kostenfrei.

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