Abenteuer auf der Leinwand

Posted by on 8. März 2013

Das Festival „Lichtbildzeit“ zeigt spannende Beiträge über Reisen in die ferne und nahe Welt

Von Iris Henning

Mühlhausen. Er fuhr mit dem Fahrrad ans Nordkap und erfüllte sich damit einen Traum. Acht Wochen lang war der Erfurter Andrè Röthig auf seinem Drahtesel unterwegs zum Ziel seiner Sehnsüchte. In beeindruckenden Bildern wird der heute 35-Jährige innerhalb des zweiten Festivals „Lichtbildzeit“, am Samstag, 16. März, ab 19 Uhr in der 3K-Spielstätte Kilianikirche etwa eine gute Stunde lang über seine Erlebnisse während seiner mehrmonatigen Auszeit aus Beruf und herkömmlichen Alltag berichten. Er tritt als Sieger und Publikumsliebling des Wettbewerbs der Kurzbeiträge des ersten Festivals im vergangenen Jahr auf.

Start dieser außergewöhnlichen Radtour war sein Wohnort in Erfurt. Der Weg führte über die Flussradwege an Gera,

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Andre Röthig aus Erfurt war mit seinem Fahrrad im hohen Norden Europas unterwegs. Über seine außergewöhnliche Tour berichtet er am Samstag, 16. März, innerhalb des Festivals „Lichtbildzeit“. Foto: privat

Ilm, Saale und Elbe bis nach Hamburg. Durch das fahrradfreundliche Dänemark ging es weiter durch die Weiten Schwedens, vorüber an einsamen Seen. Viele Unwägbarkeiten, schlechtes Wetter und Pannen ließen Unmut aufkommen und vom kompletten Gepäck für eine autarke Reise mit Fotoausrüstung, Notebook und Solarpanel spürte Andrè jedes Kilo extra.

Der Radler lernte während seiner Tour erstaunlich aufgeschlossen Menschen kennen, wurde zu Dorffesten eingeladen und wusste auch bald die Insider-Tipps zu schätzen. So wurde er vom reinen „Kilometerfresser“ zum Genießer. Genbau zur Mittsommernacht kam er am Nordkap an – erschöpft aber überglücklich. Die Heimfahrt durch Finnland mit netten Begegnungen, Anekdoten zu WC-Anlagen, der Besuch eines Weihnachtsmanndorf am Polarkreis und Tipps zur Bartpflege in 100 Tagen runden den Vortrag ab. Andre Röthigs Erkenntnis: „Nicht das Ziel selber ist das spannende, sondern der Weg dorthin und ein wenig zu sich selbst.“

Ein abwechslungsreiches und vielseitiges Bilder-Spektakel bietet ebenfalls das Begleitprogramm im Festival. Das beginnt um 15 Uhr mit dem Wettbewerb der Kurbeiträge.

Dramatische Bergexpedition

Die versprechen Spannung pur, etwa, wenn Astrid Daniel und Mewes Abrell aus Augsburg über ihre zweijährige Fahrradtour nach Asien berichten oder Ralf Schwan aus Waltershausen Einblick in eine höchst dramatische Expedition auf einen der kältesten Berge der Erde, den Denali, gibt, Michael Gubelt aus Sömmerda über eine spannende Nepal-Reise erzählt oder Thomas Georgi aus Mühlhausen über seine Abenteuer bei der Besteigung des höchsten Berg Ägyptens erzählt. Insgesamt gibt es neun Kurzbeiträge, die über Reisen und Erlebnisse in fernen Ländern und im nahen Mikrokosmos berichten. Aufgabe der Zuschauer wird es sein, wiederum den Publikumsliebling wählen, der im nächsten Jahr die Langversion seines Themas zeigt.

Abgerundet wird das Lichtbildzeit-Festival 2013 nach dem Hauptbeitrag von Andre Röthig mit einer etwa 40-minütigen Dokumentation über eine Reise in die trockenste Wüste der Welt und zum Salz der Erde – in die Atacama – , ehe in das Theatercafé „Kaff“ zum gemütlichen Ausklang eines abenteuerlichen Tages und zu Gesprächen mit den Referenten einlädt.

Karten für den Wettbewerb der Kurzbeiträge und die Abendvorstellung können in der Theaterwerkstatt 3K, (03601) 440937, reserviert werden.

 

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