Musik soll die Zuhörer begeistern

Posted by on 6. Februar 2013

Die Kulturbund Swingers setzen mit ihren Konzerten klangvolle Akzente in der Region. Der Mann am Saxophon ist Torsten Clauß aus Mühlhausen

Von Iris Henning

Landkreis. Musik setzt klangvolle Farbtupfer. Besonderer Tupfer in einer Region ist die Musik, die in der Region selbst gestaltet wird. Im Unstrut-Hainich-Kreis zum Beispiel durch die Gruppe „Kulturbund Swingers“. Die geht jetzt in ihr „verflixtes siebentes Jahr“. Wie durch Zufall fanden sich die Musikschaffenden im Januar 2006 zusammen – und verstanden sich auf Anhieb.

Einer von ihnen ist der Saxophonist und Sänger Torsten Clauß aus Mühlhausen.

Torsten Clauß Kulturbund-Swingers (12)

Torsten Clauß,bei den Kulturbund Swingers nur „Torsti“ genannt, spielte schon in verschiedenen Bands mit, so unter anderem auch in der Green-House-Band. Foto: Iris Henning

Musik ist für den 41-Jährigen, der im öffentlichen Dienst beschäftigt ist, schon immer Lebensbegleiter. Mit den Eltern lauschte er den Klängen von Tonband, Plattenspieler und aus dem Radio. Gemeinsames Singen gehörte zum Familienleben. Kaum war er alt genug, nahmen ihn Vater und Mutter zu Konzerten mit.

Als Jugendlicher machte er dann intensivere Bekanntschaft mit einer Stilrichtung, die ihn fortan nicht mehr loslassen sollte. Mit seinem Freund Heiko Zindler (Bass-Gitarrist bei den Kulturbund Swingers) besuchte er Jazz-Konzerte. Nun wollte er unbedingt selbst das Saxophon-Spiel lernen. Gut zehn Jahre lang ging er in die Musikschule „Johann Sebastian Bach“ in Mühlhausen und wurde dort Mitglied der Bigband unter Leitung von Christian Rangnick. „Das war eine Zeit, die mich sehr prägte“, blickt Torsten Clauß gern zurück.

Seit Januar 2006, mit der Gründung der Kulturbund Swingers damals noch unter der Leitung von Jürgen Thormann, steht der Freizeit-Musiker nicht nur als Saxophonist auf der Bühne sondern ebenso als Sänger. Seit einigen Jahren hat er einen ständigen Begleiter: sein mittlerweile 15-jähriger Sohn Oliver. Mit den Musik-Genen der Familie im Blut, begann er vor drei Jahren Schlagzeug zu lernen. Sohn Andrian (10) griff vor einem guten Jahr nach der Gitarre. “Und ja, vielleicht stehen wir ja irgendwann einmal gemeinsam auf der Bühne“, schließt Vater Clauß so ein Ereignis nicht aus. „Das wäre eine schöne Sache“, fügt er hinzu.

Seinen ersten Einstand hat Oliver schon gegeben – während des jüngsten großen Konzerts der Kulturbund Swingers Ende 2012 im Puschkinhaus durfte er für zwei Titel hinter dem Schlagzeug sitzen.

Wie viel Fleiß bis zur Bühnenreife gehört, wissen Oliver und Adrian aus dem Familienleben. Mindestens drei Mal die Woche greift ihr Vater nach dem Saxophon, einmal in der Woche geht es zur Gruppenprobe in den Kulturbund.

Der Fleiß trägt Früchte: Etwa 150 Titel umfasst das gegenwärtige Repertoire der Kulturbund Swingers, Tendenz steigend. Lieblingstitel von Torsten Clauß sind dabei „Caravan“ von Duke Ellington, „Route 66“ von Bobby Troup und vor allem „Don’t Stop“ von Fleetwood Mac, seiner absoluten Lieblingsband. Alle CDs und all Solo-Scheiben der Bandmitglieder stehen in seinem privaten Musik-Archiv. Vor allem Lindsey Buckingham, den Gitarristen und Songwriter von Fleetwood Mac, verehrt er.

Und was ist sein ganz persönlicher Musiker-Traum?

Einmal den Stress einer großen Tournee zu erleben, erzählt der Saxophonist. Nicht immer, aber eben mal als Lebenserfahrung. Ansonsten ist Torsten Clauß ein sehr bodenständiger Typ: „Ich möchte nur, dass wir weiterhin und so wie bisher unsere Zuhörer mit unserer Musik ansprechen.“

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