Dorfschönheiten am Hainich Mülverstedt

Posted by on 11. Juli 2012

Dorfschönheiten am Hainich: Im Juni vergangenen Jahres erhielt der Nationalpark Hainich von der Unesco den Status des Weltnaturerbes.

Ein Sachverhalt, der den Dörfern touristische Aufwertung bringen könnte. In dieser Serie stellen wir einige Orte vor. Heute: Mülverstedt

Das Paradies vor der Haustür

Mülverstedt. Was für eine Freude: Mit Pferden und Wagen erobern die Westernreitfreunde aus dem Wartburgkreis gerade die Gemarkung Mülverstedt. „Eine fantastische Gegend“, sagt einer der Helden, schwenkt seinen Hut und bringt sein Pferd in Trab.

Die Gemeinde hat für viele sportlich Ambitionierte zu bieten. Der nahe gelegene Nationalpark Hainich macht Mülverstedt zum beliebten Startpunkt für Wanderungen und Radtouren in ein unverwechselbares Naturparadies. Die Betteleiche, das Mülverstedter und das Ihlefelder Kreuz und die „Eiserne Hand“ sind nur einige der beliebtesten Ausflugsziele. Ganz in der Nähe des Parkplatzes „Fuchsfarm“, direkt vor dem Nationalpark Hainich, steht die Schutzhütte „Heimatblick“. Diese hat schon so manchem Wanderer und Radfahrer gemütliche Rast und abenteuerliche Übernachtung sowie einen unglaublich schönen Blick auf die Gemeinde Mülverstedt sowie das Thüringer Becken geboten.

Ob Wanderer, Radler oder eben Westerfreunde – sie alle finden um Mülverstedt erlebnsireiche Wege. Aber auch, wer es gemütlicher liebt, komme in dem ländlichen Idyll auf seine Kosten – zum Beispiel durch Kremserfahrten.

Die Gegend um Mülverstedt hat schon frühzeitig Menschen angezogen. Eine genaue Entstehungszeit des Ortes kann zwar nicht nachgewiesen werden. Aber durch Ausgrabungen ist belegt, dass schon in früher Steinzeit (4000 v. Chr. bis 2000 v. Chr.) Menschen in dieser Gegend gelebt haben müssen. Die erste urkundliche Erwähnung Mülverstedts erfolgte im Jahre 1110 in einer Urkunde des Klosters Reinhardtsbrunn im Zusammenhang mit Gerhard von Mülverstedt, Mitglied einer alten Adelsfamilie, der Mülverstedt seinen Namen gab.

In jener Zeit, als das Wort Tourismus noch gar nicht erfunden war, wurde hier Waid angebaut. Die Waidmühle stand am östlichen Ortsrand. Überhaupt ist die wirtschaftliche Geschichte des Ortes durchzogen von vielen kleineren Handwerksbetrieben, wie Schmiede, Tischler, Stellmacher, Uhrmacher, Glaser, Sattler, Friseur, Gemüseeinlegerei sowie Land- und Forstwirtschaft – und heute eben auch von Tourismus. Entsprechend schön herausgeputzt haben die etwa 700 Einwohner ihren Ort heute. Er ist geprägt von immer hübscher werdenden Fachwerkbauten.

Einen Besuch wert ist auf jeden Fall auch das Heimat- und Bauernmuseum am Besenmarkt 7. Mit seinen zahlreichen Ausstellungsstücken ist es ein historischer Zeitspiegel Mülverstedts. Allerdings ist es für einen solchen Besuch ratsamer, als Wanderer oder Radfahrer zu kommen. Denn ein „Parkplatz“ für Pferde gibt es mitten im Dorf schon lange nicht mehr.

 

In unserer nächsten Folge stellen wir Flarchheim vor.

DIASCHAU

Steckbrief:

Eine genaue Entstehungszeit des Ortes kann nicht nachgewiesen werden.

Durch Ausgrabungen ist belegt, dass schon in der frühen Steinzeit in dieser Gegend Menschen lebten.

Der Name Mülverstedt erscheint erstmalig 1110 in alten Akten als Mulverstete (Marktstätte).

Ein bestehendes Rittergut wurde vom 11. bis 13. Jahrhundert von den Herren von Mülverstedt bewirtschaftet, die ihren Namen vom Ort übernahmen.

Die wirtschaftliche Geschichte des Ortes ist durchzogen von vielen kleineren Handwerksbetrieben, wie Schmiede, Tischler, Stellmacher, Uhrmacher, Glaser, Sattler, Friseur, Gemüseeinlegerei sowie Land- und Forstwirtschaft und heute zunehmend durch Tourismus.

 

Der nahe gelegene Nationalpark Hainich, der zum Weltnaturerbe erklärt wurde, macht Mülverstedt zum beliebten Startpunkt für Wanderungen und Radtouren

 

 

 

 

 

 

 

 

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