Berühmte Liebesgeschichte in opulenten Bildern

Posted by on 8. Juli 2012

In eigener Sache:

Der Name „Moulin Rouge“ ist gesetzlich geschützt. Die Theaterwerkstatt 3K wurde aufgefordert, mich aufzufordern, die betreffenden Beiträge auf dieser Internetseite zu löschen.
Das werde ich nicht tun. Ich werde den gesetzlich geschützten Titel durch Rote Mühle ersetzen.

 

Premiere von „Rote Mühle“ wurde mit begeistertem Applaus gefeiert

 

Von Iris Henning

Mühlhausen. Tief sitzt die schmerzende Trauer. Dabei ist es Jahre her, als sie starb. An der Schwindsucht. Christian (einfühlsam gespielt von Albert Sadebeck) kann sie nicht vergessen – sie den leuchtenden Star im Tanzsaal, im Nachtclub, im Bordell, in der verruchten „Roten Mühle“. Satine (sehr überzeugend dargestellt durch die erst 16-jährige Lena Kolle) ist tot. Doch dank dem Schriftsteller Christian lebt sie weiter: in seiner bittersüßen Liebesgeschichte „über Wahrheit, Schönheit, Freiheit und vor allem … die Liebe!“

Diese Geschichte, die Ende des 19. Jahrhunderts spielt, wird noch heute gern erzählt, in großartig gemachten Filmen zum Beispiel. Und manches Mal auch auf einer kleinen Bühne, so einer wie der der 3K-Theaterspielstätte. Dabei ist es immer ein Wagnis für ein solch kleines Theater-Haus, dessen Ressourcen fast ausschließlich im Engagement und Talent von Laienspielern liegen, sich an Stücke wie diese zu wagen. Die Erwartungen des Publikums sind allein durch die Berühmtheit der Geschichte hoch gesteckt. Wer in die Rote Mühle geht, erwartet auch einen berauschenden  Abend.

Doch das Jugendensemble agiert unter der Leitung von Albert Sadebeck (er besetzte nicht nur eine der Hauptrollen, sondern führte zugleich auch Regie) äußerst geschickt und mit ganzem Einsatz über eineinhalb Stunden Spielzeit. In opulenten Bildern (die prächtigen Kleider und Nicht-Kleider wurden nach Entwürfen der FSJlerin Kristina Mahler gefertigt), zu Herzen gehenden Liedern und im rasanten Tempo wird die Geschichte, der es weder an Leidenschaft noch an Missgunst, Intrigen und Gefahr mangelt, gespielt – in einer bemerkenswerten Balance aus schwermütiger Melancholie und schierer Lebensfreude, tiefem Ernst und lockerem Witz, dunkler Trauer und hellem Glück.

Mit der vom Publikum mit begeistertem Applaus gefeierten Premiere am Freitagabend wurde der diesjährige Mühlhäuser Kleinkunstsommer eröffnet – aufgrund der unsicheren Wetterlage allerdings nicht wie geplant unter freiem Himmel, sondern in der Theaterspielstätte Kilianikirche.

DIASCHAU

 

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.