Faszination des Alters

Posted by on 5. Juli 2012

Mehr als 200 junge Leute halfen bereits unter dem Dach der Jugendbauhütte in der Denkmalpflege.

Auch in diesem Jahr gibt es wieder 22 interessante Einsatzorte in ganz Thüringen

 

Von Iris Henning

Mühlhausen. Sie sind jung und erhalten Kulturgut. Bis jetzt haben mehr als 200 Jugendliche in der Jugendbauhütte Mühlhausen ein freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege absolviert. Eine der Jugendlichen ist Marlen Kaufhold (19) aus Faulungen. „Mein Wunschberuf ist nicht gleich was geworden. Zu Hause herumsitzen wollte ich auch nicht. Also habe ich geschaut, was ich das eine Jahr Vernünftiges machen könnte. Ein freiwilliges Jahr in der Denkmalpflege fand ich dann ziemlich interessant“, erzählt Marlen.

Ihren Einsatzort fand sie im Stadtarchiv. Schnell sei sie fasziniert gewesen von der reichen Geschichte der Stadt, dem

Denkmalschutz verbindet: In der Jugendbauhütte werden auch Modelle von historischen Bauteilen, zum Beispiel den Wasserspeiern der Marienkirche, angefertigt und für einen guten Zweck weitergegeben. Hier nimmt der Vorsitzende des Freundeskreises der Mühlhäuser Museen, Dr. Michael Scholl (l.), Modelle von Marlen Kaufhold und Jens Hasert entgegen, der diese wiederum als kleines Dankeschön an Sponsoren der Museen weitergibt. Foto: Iris Henning

Kulturgut, den wertvollen historischen Dokumenten, der Begegnung mit der Vergangenheit. Zudem habe sie interessante Recherchemethoden kennengelernt, die ihr – so hofft sie – später von Nutzen sein werden. Marlen Kaufhold will Medienwissenschaften studieren.

Junge Leute für historische Bauten, alte Handwerkstechniken und Bauweisen zu interessieren sei eines der großen Ziele der Jugendbauhütten, erklärt Jens Hasert. Er ist seit 2003 Leiter der Jugendbauhütte in Mühlhausen. „Wenn sich junge Leute für die Geschichte interessieren, dann hat die Vergangenheit auch eine Zukunft“, sagt er.

In diesem Jahr stellt die Jugendbauhütte 22 Plätze im Freiweilligenjahr in der Denkmalpflege zur Verfügung. Ab 1. September werden Bauabteilingen, Restaurierungswerkstätten, Stuckateur-Ateliers und Schlösser in Gotha, Molsdorf, Greiz und Rudolstadt die Einsatzorte sein. Seminare und Exkursionen werden das Freiwilligenjahr ergänzen.

Allerdings: „Erst die Hälfte der Plätze sind vergeben. Auch wir merken die demografische Entwicklung. Es ist nicht einfach, geeignete junge Leute zu finden, die sich für die Erhaltung von Kulturgut begeistern können“, sorgt sich Hasert um eine gute Besetzung der Stellen.

Bewerbungen um einen Platz in der Denkmalpflege werden immer entgegengenommenen. Gern gibt Jens Hasert interessierten Jugendlichen auch persönlich Auskunft. Informationen finden interessierte Jugendliche auch im Internet unter www.ijgd.de und www.denkmalschutz.de.

 

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