Blick in fremde Gärten

Posted by on 23. Mai 2012

In Mühlhausen und Umgebung öffneten innerhalb der „Offenen Gärten“ so viele Oasen wie noch nie ihre Pforten.

Hunderte Gartenfreunde freuten sich über die abwechlsungsreichen Gestaltungsideen

 

Von Iris Henning

Landkreis. Üppige Rhododendrenblüten, uralte Apfelsorten, seltene Tomatenpflanzen, phantasievolle Teichgestaltungen, exotische Blickpunkte – das alles und noch viel mehr waren die „Offenen Gärten 2012“ in Mühlhausen und Umgebung.

16 Hobbygärtner und -gestalter öffneten für sieben Stunden ihre Refugien und boten Neugierigen und Interessierten Einblicke in eine sonst meist geschützte Privatsphäre. Zu Hunderten besuchten die Gartenfreunde die kleinen und größeren Oasen und sie kamen nicht nur aus Mühlhausen. „Wir sind aus Erfurt und extra wegen des Gartentages nach Mühlhausen gekommen“, erzählt Meinhard Montag. „Und ich kann sagen, dass sich der Ausflug gelohnt hat“, fügt der Erfurter hinzu. Er schwärmte von den gut sortierten Gemüsebeeten und Gemüseraritäten im Spieß’schen Garten am Stadtwald sowie von dem „Traum von einem Garten“ der Familie Stauch an der Grünen Pforte und der üppigen Pflanzenpracht vor historischer Kulisse am Kristanplatz im Garten der Familie Schmidt. Nun freue er sich noch auf weitere Begegnungen in Mühlhausen.

Einige hundert Gartenfreunde hatten sich am Sonntag auf den Weg gemacht, die sonst verschlossenen Refugien zu erkunden, zu genießen und zu bewundern. Sie hatten reichlich Auswahl. Mit insgesamt 16 Gärten zwischen dem Mühlhäuser Stadtwald und dem Sollstedter Gutshaus hatten sich in diesem Jahr so viele wie noch in keinem Jahr beteiligt. „Ich freue mich riesig über diese Resonanz“, ist Dietrich Hose begeistert. Der Mühlhäuser Architekt im Ruhestand hatte im Jahr 2007 die Saat der offenen Gärten in Mühlhausen gelegt und seit dem für das wachsende Pflänzchen immer mehr Menschen begeistern können.

Wie viele am Sonntag durch die blumigen und grünen Mikrokosmen pilgerten, konnte er nur schätzen: „Ich denke, es waren an die 700 Leute.“ Das wären so viele wie noch in keinem Jahr. „Das Wetter hat ja auch prächtig mitgespielt. Es war traumhaftes Gartenwetter und die Leute gingen eben in den Garten“, so Hose.

In seinem architektonischen Garten an der Schwanenteichallee hatte er für die Gäste neben der üppigen Pflanzenvielfalt noch eine kleine nette Überraschung. Kurzzeitig wurde auf einer afrikanischen Trommel gespielt. Bernard, ein guter Freund aus Togo, sorgte für den exotischen Rhythmus. Bernard gab dann noch zum Abschluss des Gartentages im schönen Park der Wasserburg Seebach ein kleines feines Abschusskonzert.

Die Mühlhäuser Gartenwelten hatten innerhalb der „Open Gardens – Offene Gärten 2012“ eingeladen. Seit 2001 beteiligt sich Thüringen an dieser Aktion. Mühlhausen nahm das fünfte Jahr daran teil. Ein zusätzliches Angebot durch die Tourist-Information an die Gartenbesucher war die Fahrt mit der Mühlhäuser Straßenbahn zu diversen Gärten in der Stadt. Eine sechste Auflage der „Offenen Gärten“ soll es im nächsten Jahr in Mühlhausen wieder geben. Anmeldungen dafür nehmen Dietrich Hose, (03601) 445813, sowie Dieter Stauch, (03601) 816474, entgegen.

DIASCHAU

 

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