Mit Charme und Überraschungen

Posted by on 31. März 2012

In diesem Jahr beteiligten sich so viele Künstler an der Langen Nacht der Hausmusik wie noch nie.

Der am weitest gereiste Teilnehmer war der junge Gitarrist Yu Kimura aus Japan

 

Von Iris Henning

Mühlhausen. Traditionell werden die Thüringer Bachwochen mit einem großen Fest der Musik eingeläutet: Am Vorabend des Eröffnungskonzertes spielen Kinder und Erwachsene, professionelle Musiker und Amateure Bach dort, wo er bis heute lebendig ist: zu Hause und in kleinen, ausgewählten Veranstaltungsorten. Auch der Unstrut-Hainich-Kreis präsentiert sich seit Jahren als lebendige Heimat der Bach-Familie, in diesem Jahr mit einem Teilnahmerekord. Während 15 Konzerten zur Langen Nacht der Hausmusik beteiligten sich so viele Musiker aus dem Landkreis wie noch nie an der traditionellen Eröffnung der Bachwochen. Sie boten an acht Wirkungsstätten – sechs in Mühlhausen und zwei in Großengottern – einen klassischen Hochgenuss. Erstmals mit dabei waren das „Guitar Dojo“ aus Mühlhausen. So viele Gäste wollten dieses Konzert hören, dass es eng im historischen Gewölbekeller des Restaurants „Syrtaki“ wurde. Der am weitesten gereiste Musiker dort war Yu Kimura aus Japan. Der junge Mann ist der Bruder von Nozomi Kimura, die gemeinsam mit ihrem Mann Boris Tautorat das „Guitar Dojo“ leitet. Wie sehr Johann Sebastian Bach auch international verehrt wird, zeigte der junge Gitarrist: Er wählte für seinen Auftritt ein Stück von Bach, das er voll Hingabe darbot.

Ebenfalls ein Neuling in der langen Nacht der Hausmusik ist die evangelische Kirchengemeinde St. Martini und St.Walpurgis in Großengottern. Sie lud lädt zur „Hausmusik für Jung und Alt“ in die Kirche St. Martine und anschließend zur musikalischen Satire in das Hornhardt’sche Rittergut ein.

Grüße aus Bad Langensalza brachte das Bad Langensalzaer Saxophon-Quartett nach Mühlhausen. Erstmals nahm das Ensemble an der Langen Nacht der Hausmusik teil. „Eine wunderschöne Atmosphäre, uns gefällt es ausgezeichnet“, meinte Holger Strüber.

Der Charme der Langen Nacht der Hausmusik geht mit den Überraschungen einher, die sich bieten, wenn sich Häuser zum Musizieren öffnen, wenn sich Menschen dort begegnen und kennenlernen und besondere Instrumente oder besonderes Können vorgestellt werden.

Johann Sebastian Bach hätte es sicher mit Freude erfüllt, zu sehen, dass auch mehr als 250 Jahre nach seinem Tod die Hausmusik lebendig geblieben ist und seine für Orgel und Klavier komponierten Werke sich auch als Gitarrenspiel ausnehmend gut anhören.

 

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