Boshaftigkeit unter Freunden

Posted by on 29. Februar 2012

Möglichkeiten mit dem wirklichen Leben sind durchaus gewollt

 

Mühlhausen. Wie kann ein rauschendes Fest, ein Ball, der zum gesellschaftlichen Ereignis wird, in einer Provinzstadt gestaltet werden? Vor dieser Aufgabe stand die 3K-Jugendgruppe anlässlich des 20. Geburtstages der Theaterwerkstatt. „Wir haben dann eben einen Ball als Spiel inszeniert“, erzählt der Theaterpädagoge Spielleiter Matthias Seidel. Jeder der insgesamt zwölf Amateur-Spieler dachte sich seine Rolle aus, die er im großen Fest übernehmen wollte. Bedingung dabei: Die erfundenen Figuren sollten schrill und individuell genug sein, sollten ihre ganz persönlichen Macken haben und dennoch so zusammenpassen, dass eine skurrile Ballgeschichte entstehen kann.

Die Geschichte entwickelte sich im Laufe der Besprechungen und vielen Proben dann zunehmend zum genussvollen Austeilen von verbalen Boshaftigkeiten unter angeblich besten Freundinnen.

„Diese Entwicklung der einzelnen Figuren hat allen viel Spaß gemacht. Jeder unserer Spieler ist daran gewachsen, verkörperte mehr und mehr den oft fiesen Charakter sowohl der Gastgeberin als auch mancher der Gäste“, freut sich der Spielleiter. „Entstanden ist ein urkomischer grotesker Schlagabtausch. Mögliche Ähnlichkeiten mit dem wirklichen Leben sind dabei durchaus gewollt“, fügt er hinzu.

Er und die zwölf Spieler haben sich beim Formen der Ball-Akteure gern an menschlichem Verhalten orientiert. Nicht an den Weltuntergangs-Stimmen. Die passten nicht in „Der Ball“. Es waren eher die Möchte-gern- und Auf-den-Putz-hau-Typen. Die findet man überall. Und ganz konzentriert in „Der Ball“. ih

DIASCHAU

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