Von der Bühne in die Welt

Posted by on 2. Februar 2012

Der 3K-Spieler Ralf Bube träumt von einem Auslandsjahr weit weg in Südafrika.

Am liebsten möchte er sich in einem Elefantenreservat nützlich machen

 

Von Iris Henning

Mühlhausen. Er spielte in „Alle deutschen Dramen an einem Abend“, gab den blinden Maulwurf im Stück „Pinguine können keinen Käsekuchen backen“ und den temperamentvollen Südfranzosen Bernard in der Komödie „Boeing Boeing“. Der 21-jährige Ralf Bube ist ein vielseitiger Spieler auf der 3K-Bühne. Doch er wird, wie viele junge Leute vor ihm schon, die Bühne verlassen. Der Aufenthalt in der 3K-Theaterwerkstatt ist für Jugendliche wie Ralf Bube meist nur befristet. Nach der Schulzeit beginnt die Ausbildung oder das Studium, dann heißt es tschüs Mühlhausen, tschüs 3K.

Auch Ralf Bube geht. Allerdings nicht zum Studium und in keine Ausbildung. Ihn treibt das Fernweh. Sein Traum lautet

Ralf Bube bereitet sich gerade auf seinen Auslandseinsatz vor. Sein Traum heißt Südafrika. Nach Ende der gegenwärtigen 3K-Spielzeit will er seinen Traum verwirklichen. Foto: Iris Henning

Südafrika. Ein Jahr lang will er an der Südspitze Afrikas arbeiten und leben, Land und Leute in dem ethnisch sehr gemischten Land kennenlernen.

Im Sommer wird der junge Mann seinen Rucksack packen und sich auf die Reise in das etwa 9200 Kilometer weit entfernte Land auf der anderen Hälfte der Erdkugel machen. Das geht schnell. Etwa zehn Stunden beträgt die Flugzeit.

Doch warum ausgerechnet Südafrika?

Es hätte vielleicht auch ein anderes Land sein können, wenn ein Freund von ihm nicht schon in Südafrika wäre. Der, so erzählt Ralf, arbeitet auf einer Krokodilfarm. Das habe ihn fasziniert.

Auf einer Krokodilfarm wird Ralf Bube wahrscheinlich nicht arbeiten. Nicht aus Angst vor den mit Zähnen schwer bewaffneten Reptilien, sondern weil es dort keine Arbeitsstelle für ihn gab. Nun forscht Ralf Bube, ob er sich möglicherweise in einem Elefantenreservat nützlich machen könnte. Die grauen Giganten zählen zu seinen Lieblingstieren.

Eine weitere Option für ihn lautet „work and travel“, also arbeiten und reisen, eine bei Jugendlichen sehr beliebte Art, möglichst viel von einem fremden Land kennenzulernen.

Und nach dem Jahr in Südafrika?

„Dann ist einer meiner ersten Anlaufpunkte ‚3K’“, sagt Ralf Bube. „Hier hat es mir immer viel Spaß gemacht.“

Einen konkreten Zukunftsplan hat der Mühlhäuser dagegen nicht. „Ich weiß es einfach noch nicht, bin noch auf der Suche. Meine künftige Arbeit soll nicht nur Geld verdienen sein. Sie muss mir in erster Linie auch Freude machen.“

 

2 Responses to Von der Bühne in die Welt

  1. Konstantin

    Hallo,

    ich bin Azubi bei der Denkmalpflege in Mühlhausen ( Steinmetz ) und habe durch einige Gespräche mit meinem Meister, deinem Namen auf meinem Werkzeug und einiger Erzählungen meines Vaters mich auf die suche nach dir “ Ralf “ gemacht.

    Ich weiß das dies recht Unorthodox ist, hoffe dennoch, dass du Kontakt zu mir aufnimmst, da ich ein paar Fragen an dich habe 🙂

    Mit freundlichen Grüßen
    Konstantin

    konii1@live.de

  2. W.Kühn

    Bei obiger Anfrage kann es sich nur um eine andere Person handeln und nicht um mich.
    Ich hatte nie erwas mit Denkmalpflege oder öhnlichem zu tun.
    Trotzdem freundliche Grüsse
    Wolfgang Kühn
    Friedrichroda

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