Turbulenzen im Liebesleben

Posted by on 15. Januar 2012

In der Mühlhäuser 3K-Theaterwerkstatt feiert heute die Boulevardkomödie „Boeing Boeing“ Premiere.

Veränderte Flugpläne und drei Verlobte auf einmal bringen einen polygamen Casanova ordentlich ins Schwitzen

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. Dieser Bernard (Martel Peacock) ist ein toller Typ: ein smarter und gutsituierter Architekt im allerbesten Alter. Er lebt in einem eleganten Appartement mitten in Paris. Bernard ist ein richtiger Frauenheld, aber vor allem ein Verfechter der männlichen Emanzipation. Die Ehe hält er für ein Auslaufmodell. Eine solche Verbindung taugt seiner Meinung nach nur noch für die Steuer. Der Mann – und vor allem er – sei von Natur aus ein polygames Wesen.

Seinen idealen Lebensentwurf verwirklicht er in seiner schicken Wohnung. Er hat drei Freundinnen, Stewardessen. In den kurzen Aufenthalten am Boden bis zum Abflug am nächsten Tag lebt unser Bernard jeweils mit einer anderen. Das hat er in Griff, glaubt er. Sein Liebesleben hat der Casanova bislang erfolgreich nach den Flugplänen seiner drei Liebsten organisiert.

Mit mehr oder weniger Missmut steht ihm sein Hausmädchen Berthe (Astrid Bank) zur Seite, eine knochentrockene Dame mittleren Alters. Sie ist verlässlich, verschwiegen und tut sehr moralisch.

Zu ordentlichen Turbulenzen in Bernards Liebesreigen kommt es, als alle drei Verlobten auf schnellere Maschinen umsteigen – die Boeing. Die Flugzeiten werden kürzer und die Aufenthalte in Paris länger. Das Liebesleben mit fest eingerichteten Zeiten gerät ordentlich aus den Fugen und es entwickelt sich in rasantem Tempo ein heilloses und actionreiches Durcheinander.

Da muss Robert (Ralf Bube) helfen. Der Freund aus den Kindertagen kam überraschend zu Besuch. Doch so sehr Robert auch einspringt – das große Zusammentreffen der Stewardessen Jaqueline (Johanna Engelhardt), Janet (Marie-Luisa Marschall) und Judith (Eva Hahn) kann auch er nicht verhindern.

„Boeing Boeing“ ist eine der weltweit erfolgreichsten Boulevardkomödien. Das Stück wurde über 25.000-Mal in 55 Ländern und 18 Sprachen gespielt. 1991 wurde es daher ins Guinness Buch der Rekorde aufgenommen. Die Idee für das Theaterstück lieferte die gleichnamige US-amerikanische Filmkomödie aus dem Jahr 1965. Die Textvorlage für die 3K-Inszenierung lieferte der Deutsche Theaterverlag Weinheim.

DIASCHAU

 

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