Regisseur und 3K-Kindergruppe interpretieren das Märchen ganz anders

Posted by on 14. Dezember 2011

Der Theaterpädagoge Matthias Seidel stellt sich mit der Premiere erstmals vor.

„Der gestiefelte Kater“ ist die 78. Inszenierung der 3K-Theaterwerkstatt in Mühlhausen. Damit gibt der junge Theaterpädagoge Matthias Seidel sein Debüt als 3K-Regisseur. Seine erste Inszenierung ist es jedoch nicht. Bevor er nach Mühlhausen kam, arbeitete er acht Jahre lang als Freiberufler in der Leipziger Theaterszene. Warum er nach Mühlhausen kam, das fragte Iris Henning.

Viele junge Leute zieht es fort von Mühlhausen, um anderswo ihr Glück zu finden. Sie kommen von Leipzig nach Mühlhausen. Was ist denn hier schöner?

Nach acht Jahren Freiberuflichkeit suchte ich eine Festanstellung. Die Mühlhäuser Theaterwerkstatt hatte gerade einen neuen Theaterpädagogen gesucht. Ich habe mich um diese Stelle beworben und nun bin ich hier.

Mit „Der gestiefelte Kater“ stellen Sie sich auch als Regisseur vor …

Ja. Als Theaterpädagoge arbeite ich natürlich viel mit Kindern und Jugendlichen zusammen. „Der gestiefelte Kater“ wird von unserer Kindergruppe aufgeführt. Die 9- bis 14-Jährigen sind mit großem Eifer und mindestens ebenso großer Spielfreude dabei, eines der bekanntesten Grimm’schen Märchen ganz anders zu interpretieren.

Auf was müssen sich die Zuschauer denn gefasst machen?

Auf jeden Fall nicht auf das klassische Märchen, das sie kennen. Unser gestiefelter Kater ist ein ziemlich verrücktes Tier. Ich würde sagen, er ist ziemlich abgedreht, so wie das ganze Stück.

Und wer ist schuld daran?

Na, das Märchen eins zu eins zu übernehmen, erschien uns zu langweilig. Ich habe die Geschichte um den armen Müllersburschen und seinen Kater etwas umgestaltet. Dann haben sich unsere jungen Spieler mit der Geschichte auseinandergesetzt und hatten dabei viele witzige und pfiffige Ideen, was unseren zwei Helden noch so alles passieren könnte.

Was passiert denn?

Da will ich noch nichts verraten. Ich bin mir aber sicher, dass es eine sehr lustige Geschichte geworden ist. Manchmal ist sie auch ziemlich frech. Ich denke, dass nicht nur die kleinen Zuschauer begeistert sein werden.

Was steht als Nächstes auf der Wunschliste der Kindergruppe?

Derzeit konzentrieren wir uns voll auf den „Kater“. Trotz Spiel und Spaß verlangt der viel Disziplin und mindestens genauso viele Probenstunden. Um die 60 liegen hinter uns. Das ist viel für die Kinder. Nach der Schule und den Hausaufgaben wird jedes Mal höchste Konzentration erwartet. Jetzt zittern wir der Premiere entgegen, das Lampenfieber hat uns gepackt. Alle sind ziemlich aufgeregt. Da bleibt kaum Zeit, sich Gedanken um weitere Inszenierungen zu machen.

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