Sternenhimmel zum Jubiläum

Posted by on 5. Dezember 2011

Mit einem sehenswerten Ballstück wurde das 20-jährige Bestehen des Vereins 3K gefeiert.

Vor allem die Jugendgruppe setzte sich gekonnt in Szene

 

Von Iris Henning

 

Mühlhausen. Himmel noch mal, was ist denn das für ein Ball? Da kommt dieser Typ im schneeweißen Anzug nonchalant die Treppe hinunter stolziert und begrüßt aufgesetzt gestelzt das Publikum. Um sich dann von dieser Dame mit dem Ich-dulde-keinen-Widerspruch-Blick das Mikrofon aus der Hand nehmen zu lassen.

Peter Wagner (der Mann in Weiß) und Diana Floetenmeyer sind voll in ihrem Theaterelement, als sie den Sternenhimmel-Ball in der Spielstätte des Vereins 3K eröffnen. Die Alt-Schauspieler (Pardon, aber sie gehören nun mal zu den Dienstältesten im Ensemble) geben die Redner zur offiziellen Eröffnung dieses Balls, zu dem anlässlich des 20-jährigen Bestehens des Vereins 3K eingeladen wurde. Sie grüßen im Namen des einstigen Thüringer Kultusministers Jens Göbel, der Präsidentin des Thüringer Landtages, Dagmar Schipanski, des Landrates, des Oberbürgermeisters und weiteren Prominenten, weniger Prominenten und engsten 3K-Freunden. So kommen in gerade Mal zehn Minuten mindestens 20 Leute zu Wort. Selten passiert es in Mühlhausen oder anderswo, dass in so kurzer Rede so viel gesagt wird und dass nach markigen Sätzen sofort Taten folgen.

Für Letztere ist dieses Mal die junge Generation unter dem 3K-Sternenhimmel zuständig. Sie stellt eine neue Inszenierung (wie passend: das „Ballstück“) vor, engagierte ein wundervolles Konzert mit „Maras April“ (beeindruckende Stimme: Anne-Katrin Hoffmann aus Struth und ebenso beeindruckendes Keyboardspiel von Renè Schlothauer aus Mühlhausen) und Ballmusik, gestaltet von „Take Two“.

Vorgestellt haben sich dabei dem geladenen 3K-Geburtstags-Publikum viele Spieler und Musiker, die es zur Gründung des Vereins 3K im Jahr 1991 noch gar nicht gab, so jung sind sie.

Ein herrlicher Spaß war vor allem das „Ballstück“, eine eigene Produktion der 3K-Jugendgruppe (die Regie hatte der junge Theaterpädagoge Matthias Seidel). Einen komödiantischen Zickenkrieg vom Feinsten zelebrierten darin die schrägen Ballgäste um die aufgeblasene Möchte-gern-feine-Dame-Gastgeberin Jordan (Laura Freiboth). Noch nicht einmal der vermeintliche Mord während des öffentlichen Auftritts der Diva Chantal (ebenfalls eine herrliche Edel-Zicke: Josefine Bartelt) vermochte das verbale Scharmützel abzukühlen.

Es war schön, die neuen, jungen, spielfreudigen und talentierten Akteure unter dem 3K-Sternenhimmel spielen zu sehen. Aber irgendwie war es auch schade nur, dass die vertrauten 3K-Gesichter kaum bis gar nicht sichtbar ihren Geburtstagsball gestalteten. Vor allem der jahrelange Spielleiter Bernhard Ohnesorge, die eigentliche 3K-Eminenz, hatte sich bis fast zur Unsichtbarkeit zurückgenommen.

DIASCHAU

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