Musik zum Advent, nicht nur weihnachtlich

Posted by on 1. Dezember 2011

Schüler der Musikschule Guitar Dojo gefielen mit Spielfreude und umfangreichem Repertoire.

Konzerte sollen den Eleven Bühnenerfahrung und Publikumsnähe vermitteln

 

Von Iris Henning

Mühlhausen. Vor Publikum zu spielen, ist nicht einfach. Selbst dann nicht, wenn es so wohlgesonnene Gäste wie Mütter und Väter, Großmütter und Großväter, Brüder und Schwestern sind, die mit Sicherheit nicht mit Beifall geizen, selbst wenn ein Ton mal nicht richtig getroffen sein sollte. Doch Bühnenerfahrung ist wichtig. Das weiß die junge Mühlhäuser Musikschule „Guitar Dojo“. Die Vorweihnachtszeit ist für die Schule ein schöner Anlass, ihren Schülern Publikumsnähe zu vermitteln. Zudem sind die Konzerte ein für die sympathisierenden Zuhörer stets willkommene Gelegenheiten, ihre Lieblingsfavoriten unter Konzertbedingungen zu erleben. Jeder Eleve der Musikschule erhielt seine Auftrittsminuten, sei es als Solist oder im Ensemble.

Trotz Adventszeit war das Konzert am späten Sonntagabend in der vollbesetzten Jakobikirche nicht ausschließlich weihnachtlich geprägt. Das Guitar Dojo grenzt seine Schüler nicht ein. Es lässt ihnen den Raum, das darzubieten, was sie selbst ausgewählt haben. So haben die Leiter der Schule, Nozomi Kimura und Boris Tautorat, mit Antonio Vivaldis „Andante“ selbst einen klassischen Auftakt des Konzerts gewählt. „Wir machen ein bisschen Gitarrenmusik zum Advent“, erklärt Boris Tautorat anschließend kurz dem Publikum.

Genauso knapp ist auch seine Moderation durch die Veranstaltung. Nur den Namen und das zu spielende Stück erfahren die Gäste, nur selten mehr. Die etwa zweistündige Konzertzeit soll allein den Interpreten gehören. Es sind sehr viele und sie sind in ihren Altersgruppen sehr gemischt. Lene Heinze ist noch so jung, dass sie kaum größer als ihre Gitarre ist. Es ist rührend, wie sie zu ihrem Gitarrenspiel mit ihrer zarten Kinderstimme das bekannte und beliebte Lied „Kling, Glöckchen, Klingelingeling“ darbietet.

Viel Abwechslung bietet das Konzert bis in die Abendstunden. Junge Tastenvirtuosen spielen Schostakowitsch, Smetana, Hellbach und Schumann. Eine quirlige Jungen-Band stellt sich als die „Mini Santas“ vor und zelebriert „Jingle Bells“, Jörg Wirth – ein Schüler der Musikschule im reifen Erwachsenenalter – bekommt viel Beifall für das japanische Gitarrenstück „Der Wüstenmond“. Die zwei jungen Damen Madlen Golebniak (Gitarre und Gesang) und Sarah Kappauf (Geige) begeistern mit einem englischen und einem schwedischen Lied.

Noch weitere Musikschüler spielten und zeigen mit ihrer Spielfreude und einem erstaunlich umfangreichen Repertoire zwischen Johann Sebastian Bach und der in den 60er Jahren erfolgreichen eine US-amerikanische Instrumental-Rock-Band “The Ventures“, dass das Guitar Dojo zu einer beliebten und guten Musikschul-Adresse geworden ist.

 

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