Tatort Kultur

Posted by on 27. Oktober 2011

Eine junge Frau aus Altengottern begibt sich in ihrem Freiwilligenjahr auf Berufsorientierung.

Mit einer Projektidee will sie sich am Wettbewerb der Sparkassen-Kulturstiftung beteiligen

Von Iris Henning

Mühlhausen. Sie heißt Marie-Luisa Freiin von Marschall, kürzt ihren langen Namen gern auf „Malu“ ab, ist 20 Jahre jung, kommt aus Altengottern und ist Akteurin im „Tatort Kultur“. Seit 1. September verstärkt sie ein Jahr lang als FSJlerin – FSJ steht für freiwilliges soziales Jahr – die Arbeit in der 3K-Theaterwerkstatt. Als Projektmanagerin hat sie alle Hände voll zu tun. „Lange Weile habe ich jedenfalls keine“, sieht sich die junge Frau in ihrem Gebiet genau richtig. Eine 40-Stundenwoche ist die Regel, weiteres Engagement ist auch zu außergewöhnlichen Tageszeiten nicht ausgeschlossen.

Insgesamt gibt es drei junge Menschen, die gegenwärtig ein freiwilliges soziales Jahr in dem Mühlhäuser Kulturverein

Auch als Regie-Assistentin schnupperte Malu bereits Theaterluft. Die nächsten zehn Monate unterstützt sie als Projektmanagerin den Verein 3K. Foto: Iris Henning

absolvieren. Die Stelle von Malu wird durch die Sparkassen-Kulturstiftung gefördert. „Darüber sind wir sehr froh“, erklärt der 3K-Geschäftsführer Bernhard Ohnesorge. Denn wenn auch die Arbeit der jungen Leute jedes Jahr dringend gebraucht wird, kann der Verein sie allein nicht finanzieren. „Auch, wenn ich es schon oft gesagt habe: Wir sind auf Förderung unbedingt angewiesen, um all das zu leisten, was die großen und kleinen Besucher an uns schätzen“, fügt Ohnesorge an. In den Ferien, wie jetzt, sind das zum Beispiel die Werkstattbasteltage. Mehr als hundert Ferienkinder aus Mühlhausen und Umgebung haben daran teilgenommen und ihre große Freude dabei gehabt.

Bis zum 31. August 2012 werden Malu und ihre zwei FSJ-Kolleginnen aktiv die Kulturarbeit in der Theaterwerkstatt mitgestalten. Sie sind drei von insgesamt 107 jungen Leuten aus ganz Deutschland, die ein freiwilliges Jahr in der Kultur in Thüringen leisten und diese Möglichkeit zugleich für ihre Berufsorientierung nutzen.

Malu will jedenfalls ihre Chance nutzen, ein eigenes Projekt eigenständig zu planen und zu verwirklichen. Vorstellbar für sie ist zudem, sich mit ihrem Projekt am Wettbewerb für innovative Projektideen unter dem Namen „Tatort Kultur“ zu beteiligen. Den lobt zum zweiten Mal die Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen gemeinsam mit der Landesvereinigung Kulturelle Jugendbildung aus. Er wendet sich an alle Freiwillige im FSJ Kultur und im Bundesfreiwilligendienst Kultur des Jahrgangs 2011/2012. Insgesamt stehen 10 Preise für eigene Projektideen der Freiwilligen zur Verfügung. Jeder Preis ist mit 500 Euro dotiert. Das Preisgeld ist dafür bestimmt, die Projekte zu finanzieren.

 

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