Die Macht der Meinungsmacher

Posted by on 25. Oktober 2011
Erstmals war Mühlhausen Gastgeber für das Bundesfachseminar des Deutschen Frauenrings

Von Iris Henning

Mühlhausen. Wie viel Macht haben die Medien? Diese Frage stellten Frauen aus der ganzen Bundesrepublik in den Fokus ihres Bundesfachseminars. Zu dem jährlich stattfindenden Bildungswochenende war erstmals nach Mühlhausen eingeladen. Mit namhaften Referenten diskutierten Frauen aus Schleswig-Holstein und Baden-Württemberg, aus Nordrhein-Westfalen und Brandenburg. Über 60 Teilnehmerinnen aus ganz Deutschland waren angereist, um von den Referenten zu erfahren, wie die deutschen Medien als Meinungsmacher ticken.

Ihre Gesprächspartner waren der Direktor des Landesfunkhause Thüringen, Werner Dieste, der Kommunikationsexperte Dr. Hans-Jürgen Arlt, die Medienpädagogin der Thüringer Landesmedienanstalt, Marie-Kristin Heß, und die Mitherausgeberin des neuen Frauenmagazins „Missy“, Sonja Eismann.

Die DFR-Vertreterinnen waren für die Referenten kein leichtes Publikum. Die Redner traten vor eine überaus kritische Zuhörerschaft. Der Meinung von Werner Dieste, dass die Öffentlichkeit den Medien mehr Macht zuspreche, als diese in Wirklichkeit hätten, traf auf energischen Widerspruch.

Viele Fragen zur Meinungsmaschine Medien hatten auch die folgenden Referenten zu beantworten.

„Wir sind immer neugierig, wollen viel wissen. Ständige Bildung über gesellschaftliche und politische Zusammenhänge ist eine unserer Aufgaben, um die Frauen zu stärken und zu fördern“, erklärte DFR-Präsidiumsfrau Carmen Zakrzewski. Jedes Jahr lade man darum zu den öffentlichen Seminaren entsprechende Experten ein.

„Eine wunderbare Möglichkeit, sich weiterzubilden und mit den Frauen aus den anderen Bundesländern zusammenzutreffen“, fasste Renate Weiß, die DFR-Frau aus Mühlhausen und Vorsitzende des DFR-Landesverbandes Thüringen, das Wochenende kurz zusammen. Sie freute sich besonders, dass die diesjährige Tagung in Mühlhausen stattfand: „Sonst sind wir immer in die Nähe von Berlin gefahren. Dieses Mal haben wir uns hier getroffen. Ich fand es toll, mal ein Stück meiner Heimatregion zeigen zu können.“

Die Teilnehmerinnen waren jedenfalls begeistert von Mühlhausen. „Wir sind zum ersten Mal hier und die Stadt ist einfach bezaubernd“, meinte eine Gruppe aus Bayern. Gut gewählt sei auch das Thema gewesen. „Wann sonst kommt man mal ins direkte Gespräch mit der Macherin eines Frauenmagazin. Zudem haben wir viele Tipps bekommen, wann man für die Medien interessant ist“, äußerte sich eine Teilnehmerin. Denn eines wünschen sich die DFR-Frauen aus allen Landesverbänden gleichermaßen: Selbst auch interessant für die Medien zu sein und öffentliche Aufmerksamkeit zu finden – als unabhängige Interessenvertreterinnen der Frauen in allen Bereichen des öffentlichen Lebens. Ein Wunsch, der in der von Reizen bestimmten Medienwelt nur sehr schwer zu erfüllen ist, wie sie nach dem Seminar einschätzen mussten.

Namhafter Gast während des Bundesfachseminars war auch Werner Dieste, der Direktor des Mitteldeutschen Rundfunks im Landesfunkhaus Thüringen. Fotos: Iris Henning

 

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