Bunt statt blau: Mühlhäuser Petri-Schüler malten beste Plakate

Posted by on 20. Juni 2011
Sonderpreis im DAK-Wettbewerb für junge Künstler ging an die 12-jährige Lea Hinz

 

Mühlhausen. Ihre Bilder sind cool, krass und provokant: Mehr als 12.000 Jungen und Mädchen haben sich im März und April am bundesweiten DAK-Wettbewerb „bunt statt blau“ gegen das Komasaufen beteiligt. Den thüringischen Sonderpreis für junge Künstler erhielt die 12-jährige Lea Hinz von der Petrischule in Mühlhausen.

Ihr Kunstwerk mit dem Titel „Liebe gegen Alkohol“ zeigt ein buntes, blondes Mädchen, das im Begriff ist, einen ganz in blau gehaltenen Jungen zu küssen. Als Gewinn gab es 50 Euro für die junge Malerin. Außerdem erhielten Caroline Maiwald und Katharina Stolz Sachpreise. Die beiden 13- und 16-jährigen Mädchen erzielten mit ihren Beiträgen die Plätze sieben und zehn der Landeswertung. Aus der Petrischule beteiligten sich aus den Klassen 6 bis 10 insgesamt fast 300 Schülerinnen und Schüler an dem Wettbewerb.

 

„Im Kampf gegen Alkoholmissbrauch sprechen die Bilder der Jugendlichen eine deutliche Sprache“, sagte Mühlhausens stellvertretende DAK-Chefin Christine Holldack. „Wenn so ein buntes Plakat im Schulunterricht entsteht, bringt das mehr als viele Info-Blätter oder Vorträge.“

In den vergangenen Wochen haben mehr als 800 Schulen das Thema Alkohol auf den Stundenplan gesetzt. Hintergrund: 2009 landeten 26.400 Kinder und Jugendliche mit einer Alkoholvergiftung im Krankenhaus, was einen neuen Höchststand bedeutet. Im Unstrut-Hainick-Kreis verharrt die Zahl jugendlicher Komasäufer entgegen dem Landestrend auf hohem Niveau. Im Jahr 2009 kamen nach Informationen der DAK wie im Vorjahr abermals 27 Kinder und Jugendliche zwischen zehn und 20 Jahren mit einer Alkoholvergiftung ins Krankenhaus.

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