Inszenierung eines Blumentanzes

Posted by on 14. Mai 2011

Im Schloss Dryburg stellen sich in der Ausstellung „Danza dei Fiori“ fünf internationale Künstler vor.

Das ist ein Beitrag des Vereins Kunstwestthüringer innerhalb des Wettbewerbers „Entente Florale Europe“

Von Iris Henning

Bad Langensalza. Sie kommen aus Rumänien, Österreich, Italien und Japan, zeigen ihre Kunst in Bukarest, Wien, Neapel, Genua, Tokio und anderen Kulturstädten von Weltrang. Jetzt sind Arbeiten von Nora Blaj, Georg Brandner, Angelica Tulimiero, Brunivo Buttarelli und Norio Takaoka in der Galerie des Vereins Kunstwestthüringer, im Schloss Dryburg in der Kleinstadt Bad Langensalza, zu sehen.

Unter dem Titel „Danza dei Fiori“ – Tanz der Blumen – zeigen sie kraftvolle Malerei-Collagen, archaisch anmutende Keramiken und außergewöhnliche Bildhauerarbeiten in eigenwilligen Material-Kombinationen, wie Papier und Marmor oder Alabaster und Eisen in „brutaler Kontrastierung, die fast schmerzen beim Erleben und eine ungeheure Energie und Wucht zu entwickeln scheinen“. Das unterstrich die stellvertretende Vorsitzende des Kunstwestthüringers, Juliane Döbel, in ihrer Laudatio. Genau diese Kontrastierung ist es, die diese fünf internationalen Akteure in der Ausstellung mit dem poetischen Titel „Tanz der Blumen“ vereint. Ruhige Poesie ist die Schau aber keineswegs. „Die Akteure inszenieren einen Reigen verschiedenartigster Formen, die in ekstatischer Bewegtheit oder auch in konzentriert ruhevollem Verharren ein energetisches Feld aufbauen“, so Döbel.

Dieser Blumentanz kommt in Bad Langensalza zur rechten Zeit. Er unterstützt die Kur- und Rosenstadt in ihrer Teilnahme am europäischen Wettbewerb „Entente Florale Europe“. Den zum Blühen gebrachten Ausstellungsort weiß Bürgermeister Bernhard Schönau (FDP) darum besonders zu schätzen. Aber für Bad Langensalza gehört es ohnehin zur guten Tradition, die bildenden Künste zu fördern. Kaum eine Straße gibt es in der Innenstadt, kaum einen der Themengärten, in denen man nicht den Handschriften regionaler Künstler begegnet.

Allein dieser Affinität gegenüber den schönen Dingen des Lebens ist die Ausstellung der international renommierten Künstler aber nicht zu verdanken. Sie kam durch die Umtriebigkeit des Kurators Ralf Klement, dem Bildhauer aus Hüpstedt, zustande. Er nutzte seine vielfältigen Kontakt in alle Welt, um „Danza die Fiori“ in Bad Langensalza ins Leben zu rufen. Er wählte Künstler aus, deren Arbeiten sich zu einem kontrastreichen, aber stimmigen Farb- und Formenklang inszenieren ließen. Das große Publikum zur Vernissage am Donnerstagabend hat sich gern auf diesen „Tanz der Blumen“ eingelassen.

„Danza dei Fiori“ ist noch bis zum 25. Juli im Schloss Dryburg zu sehen. Geöffnet hat die Galerie donnerstags bis samstags, jeweils von 14 bis 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.

DIASCHAU

 

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